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Wintergemüse-Rezepte: Die besten Gerichte für die kalte Jahreszeit

Ab November sieht die Kiste anders aus. Statt Tomaten und Zucchini liegen Grünkohl und Rosenkohl obenauf, darunter ein halber Hokkaido, drei Pastinaken mit Erde an den Spitzen, eine Knolle Sellerie, Rote Bete, ein Wirsing, Lageräpfel und ein Beutel Feldsalat. Wer zum ersten Mal eine Winterkiste auspackt, fragt sich bei der Hälfte davon, was daraus werden soll. Dieser Beitrag beantwortet genau das: Er sammelt die Rezepte aus unserer Küche, die zu dem passen, was jetzt vom Hof kommt, sortiert nach Gemüse und Aufwand. Bei jedem Gericht steht, wie lange es dauert und für welchen Abend es taugt. Am Ende finden Sie einen Wochenplan, mit dem eine Kiste komplett aufgebraucht wird.

Was jetzt in der Kiste liegt

Die Winterkiste wird von Kohl, Wurzeln und Lagerobst getragen. Kohl kommt als Grünkohl, Rosenkohl, Wirsing, Spitzkohl und Weißkohl. Die Wurzeln heißen Möhre, Pastinake, Petersilienwurzel, Sellerie, Rote Bete und Topinambur. Dazu kommen Hokkaido und Butternut aus dem Lager, Lauch, Feldsalat, Chicorée und Endivie, bei Obst vor allem Äpfel und Birnen. Welche Sorten in welchem Monat tatsächlich reif sind, steht im Saisonkalender für November, im Saisonkalender für Dezember und im Saisonkalender für Januar.

Was hat gerade Saison?

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Ein Hinweis zur Lagerung vorweg, weil er den Unterschied zwischen einer vollen und einer halb vergammelten Kiste ausmacht: Kohl und Wurzeln halten im Gemüsefach zwei Wochen, Kürbis liegt im Keller monatelang, Feldsalat und Chicorée sollten innerhalb von drei Tagen auf den Teller. Wie das im Einzelnen geht, beschreibt der Beitrag So bleibt Ihr Bio-Gemüse doppelt so lange frisch.

Suppen und Eintöpfe, die von innen wärmen

Die Suppe ist das Gericht, mit dem die Winterkiste am schnellsten kleiner wird. Eine Handvoll Wurzeln, eine Zwiebel, Brühe, dreißig Minuten, fertig. Wer am Wochenende einen großen Topf kocht, hat für zwei Abende unter der Woche etwas im Kühlschrank.

Kohl in allen Formen

Kohl ist das Wintergemüse mit dem schlechtesten Ruf und dem größten Spielraum. Grünkohl muss weder stundenlang kochen noch mit Mettwurst serviert werden, Wirsing taugt als Roulade, Weißkohl als Puffer. Alle Rezepte hier kommen ohne Fleisch aus, die meisten sind vegan.

  • Grünkohl mit Süßkartoffeln: Grünkohl frisch zubereitet, in Streifen geschnitten und nur kurz gedünstet, schmeckt deutlich grüner und kräftiger als die Variante aus dem Glas. Die Süßkartoffel bringt die Süße, die sonst die Wurst liefert.
  • Wirsing-Falafel-Rouladen: die Wirsingblätter werden blanchiert und um eine Falafelmasse gewickelt. Etwas Arbeit, dafür ein Gericht für Gäste.
  • Wirsingpfanne mit Spätzle: das Gegenteil davon, in 25 Minuten auf dem Tisch.
  • Ofenspitzkohl: Spitzkohl in Spalten, mit Öl und Kümmel im Ofen geröstet, 40 Minuten. Die Blattränder werden knusprig, das Innere bleibt saftig.
  • Bratlinge aus Weißkohl: feingehobelter Kohl, Ei, Haferflocken, in der Pfanne ausgebacken. Die beste Antwort auf einen großen Kopf Weißkohl.
  • Weißkohl nach asiatischer Art: scharf angebraten mit Sojasauce, Ingwer und Sesam, vegan, 20 Minuten.
  • Brokkoli an Knoblauchcreme: Brokkoli kommt bis in den Dezember aus dem Freiland, danach vom Lager. Die Knoblauchcreme passt auch zu Blumenkohl und Romanesco.

Kürbis, solange der Vorrat reicht

Kürbis wird im Oktober geerntet und liegt bei uns bis Februar im Lager. Hokkaido muss nicht geschält werden, Butternut schon. Welche Sorte sich für welches Gericht eignet, steht im Kürbis-Sortenguide.

  • Geschmorter Kürbis: Kürbiswürfel mit Zwiebeln und etwas Brühe in der Pfanne geschmort, 40 Minuten, als Hauptgericht mit Brot oder als Beilage. Das Rezept, das bei Google am häufigsten für uns gefunden wird.
  • Gratin vom Kürbis: Kürbisscheiben mit Sahne und Käse überbacken, eine Stunde im Ofen. Für den Sonntag.
  • Kürbis schnitzen und die Reste verwerten: was aus dem Fruchtfleisch und den Kernen wird, wenn der Kürbis erst einmal auf der Fensterbank stand.

Wurzeln und Knollen aus Ofen und Pfanne

Möhren, Pastinaken, Rote Bete, Sellerie und Kartoffeln vertragen hohe Hitze. Im Ofen karamellisieren sie, in der Pfanne werden sie in einer halben Stunde zum Abendessen. Das Blech mit Ofengemüse ist die einfachste Art, eine Kiste zu leeren: alles in Stücke, Öl, Salz, 200 Grad, 35 Minuten.

Salate, die den Winter aushalten

Salat im Winter heißt Feldsalat, Chicorée, Endivie und Rote Bete. Alle vier vertragen kräftige Zutaten: Nüsse, Orangen, Granatapfel, Ziegenkäse, geröstetes Brot.

Süßes mit Lageräpfeln und Birnen

Die Äpfel aus der Winterkiste sind Lagersorten wie Boskoop, Elstar oder Topaz. Sie werden mit der Zeit mehliger, und genau dann gehören sie in den Topf oder in den Ofen.

Eine Kiste, eine Woche: der Kochplan

So wird eine mittlere Kiste mit Wirsing, Pastinaken, Möhren, Rote Bete, Hokkaido, Lauch, Feldsalat und Äpfeln in fünf Abenden aufgebraucht, ohne dass etwas doppelt gekocht wird:

Was nicht in den Plan passt, wird haltbar gemacht: Möhrengrün und Kohlrabiblätter kommen ins Pesto, Reste werden eingefroren oder fermentiert. Wie, steht in Möhrengrün, Kohlrabiblätter, Strünke: Was Sie alles mitessen können und im Guide zu Einkochen, Fermentieren und Einfrieren. Für den Vorrat im Keller gilt der Beitrag Vorräte richtig lagern.

Woher das Gemüse kommt

Alle Rezepte auf dieser Seite sind mit dem gekocht, was unsere Höfe im Rheinland und am Niederrhein in der kalten Jahreszeit liefern. Wer die Kiste noch nicht hat: Die Obst- und Gemüsekisten im Abo gibt es in drei Größen, wöchentlich, alle zwei Wochen oder monatlich, die erste Lieferung kommt versandkostenfrei. Der Inhalt wechselt mit der Ernte, und die Rezepte hier wachsen mit. Was in der laufenden Woche drin ist, steht jeweils im Saisonkalender des Monats.

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