Gemüse von A-Z: Alle Sorten im Überblick

Vorletzte Woche lag in einer Kiste eine Wurzel, die aussah wie ein bleicher Ingwer. Keiner in der Küche wusste auf Anhieb, was das ist. Pastinake, stellte sich am Ende heraus, eine von weit über vierzig Gemüsesorten, die im Laufe eines Jahres durch eine Bio-Kiste wandern können. Genau dafür ist diese Liste gedacht: ein Nachschlagewerk für alles, was Gemüse heißt, von Artischocke bis Zwiebel, mit Gruppen, Saisonzeiten und einer ehrlichen Antwort auf die Frage, welche Sorten tatsächlich die nährstoffreichsten sind.

Springen Sie direkt zum passenden Buchstaben oder lesen Sie durch. Am Ende wissen Sie, in welche Familie eine Pastinake gehört und wann Grünkohl wirklich Saison hat.

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Gemüse von A bis Z: die komplette Liste

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Jeder Name führt zu einem eigenen Lexikoneintrag mit Herkunft, Zubereitung und Nährwerten. Für Obst gibt es die Schwesterliste Obst von A-Z.

A: Artischocke, Aubergine

B: Blumenkohl, Brokkoli

C: Chicorée, Chinakohl

D: Dicke Bohnen

E: Erbsen

F: Feldsalat, Fenchel

G: Grünkohl, Gurke

H: Hokkaido-Kürbis

K: Kartoffel, Knoblauch, Kohlrabi, Kopfsalat, Kresse, Kürbis, Kurkuma

L: Lauch/Porree

M: Mairübchen, Mangold, Möhre

P: Paprika, Pastinake, Postelein

R: Radieschen, Rettich, Rosenkohl, Rote Bete, Rotkohl, Rucola

S: Schalotten, Schnittlauch, Sellerie, Spargel, Spinat (dazu Babyspinat als eigene Sorte), Spitzkohl, Steckrübe, Steinchampignon, Süßkartoffel

T: Tomate, Topinambur

W: Wirsing

Z: Zucchini, Zuckerhut, Zuckermais, Zwiebel

Fehlt eine Sorte in der Liste? Möglich, bei über 3.400 Produkten im Sortiment kommen laufend neue Lexikoneinträge dazu. Diese Seite wird entsprechend erweitert.

Gemüsegruppen erklärt: Wurzel-, Kohl-, Blatt- und Fruchtgemüse

Botanisch ist Gemüse ein wilder Haufen unterschiedlichster Pflanzenteile, aber für die Küche reichen vier Gruppen, um sich zurechtzufinden.

Wurzelgemüse speichert seine Energie unterirdisch, in Wurzel oder Knolle: Möhre, Pastinake, Rote Bete, Rettich, Steckrübe, Topinambur. Diese Sorten halten sich meist am längsten in der Kiste, weil sie von Natur aus fürs Überwintern gebaut sind.

Kohlgemüse gehört botanisch fast komplett zur Familie der Kreuzblütler, dazu zählen Grünkohl, Rosenkohl, Wirsing, Chinakohl, Blumenkohl, Brokkoli und Kohlrabi. Der typische Kohlgeruch beim Kochen kommt von Senfölglykosiden, die beim Erhitzen freigesetzt werden, ein Grund, warum sich kurzes Dünsten oft besser anfühlt als langes Kochen.

Blattgemüse ist das Gegenteil von lagerfähig: Spinat, Mangold, Feldsalat, Rucola, Kopfsalat, Postelein welken schnell, weil sie fast nur aus Blattmasse und Wasser bestehen. In den ersten zwei, drei Tagen nach der Lieferung verarbeiten, dann sind sie am besten.

Fruchtgemüse ist streng genommen gar kein Gemüse, sondern Frucht: Tomate, Gurke, Zucchini, Aubergine, Paprika und Kürbis wachsen aus der Blüte und tragen Samen in sich. In der Küche behandeln wir sie trotzdem herzhaft statt süß, und genau das macht sie zu Gemüse im alltäglichen Sinn.

Die zehn gesündesten Gemüsesorten im Vergleich

Ein einzelnes „gesündestes“ Gemüse gibt es nicht, jede Sorte bringt ein eigenes Nährstoffprofil mit. Diese zehn tauchen in Ernährungsempfehlungen besonders häufig auf, mit Quelle, wo eine handfeste dahintersteht:

  1. Grünkohl: reich an Vitamin K und Calcium, laut Deutscher Gesellschaft für Ernährung (DGE) einer der nährstoffdichtesten Kohlsorten überhaupt.
  2. Brokkoli: viel Vitamin C, dazu Sulforaphan, ein Pflanzenstoff, zu dem aktuell intensiv geforscht wird.
  3. Spinat: guter pflanzlicher Eisenlieferant, dazu Folsäure, wichtig etwa in der Schwangerschaft.
  4. Rote Bete: enthält natürliches Nitrat, das der Körper in Stickstoffmonoxid umwandeln kann, relevant für die Durchblutung.
  5. Süßkartoffel: liefert Beta-Carotin, die Vorstufe von Vitamin A, gut erkennbar an der orangen Farbe.
  6. Rotkohl: reich an Anthocyanen, den Farbstoffen, die dem Kohl seine tiefe Farbe geben, und an Vitamin C.
  7. Möhren: klassischer Beta-Carotin-Lieferant, roh oder mit etwas Fett gegart wird es besser aufgenommen.
  8. Kürbis: viel Kalium und Beta-Carotin, dazu kalorienarm bei hohem Sättigungsgrad.
  9. Fenchel: reich an Kalium und ätherischen Ölen, traditionell auch bei Verdauungsbeschwerden geschätzt.
  10. Paprika: enthält pro 100 Gramm oft mehr Vitamin C als eine Zitrone.

Wer nach DGE-Empfehlung bunt über den Tag verteilt isst, deckt am Ende mehr Nährstoffe ab, als es eine einzelne Sorte je könnte, so gesund sie auch ist.

Saisonkalender: wann welches Gemüse Saison hat

Diese Tabelle zeigt die Hauptsaison für deutschen Freilandanbau, grob nach Jahreszeit sortiert. Lagerware wie Kartoffeln oder Steckrüben ist dabei oft länger verfügbar, als die Ernte selbst dauert.

Sorte Hauptsaison Gruppe
Spargel April bis Juni Fruchtgemüse
Radieschen April bis Juli Wurzelgemüse
Feldsalat Oktober bis April Blattgemüse
Kohlrabi Mai bis Oktober Kohlgemüse
Zucchini Juni bis September Fruchtgemüse
Tomate Juli bis Oktober Fruchtgemüse
Gurke Juni bis September Fruchtgemüse
Möhre Juni bis Oktober, gelagert bis Frühjahr Wurzelgemüse
Fenchel Juli bis Oktober Fruchtgemüse
Kürbis September bis November Fruchtgemüse
Rote Bete Juni bis Oktober Wurzelgemüse
Pastinake Oktober bis März Wurzelgemüse
Steckrübe Oktober bis März Wurzelgemüse
Grünkohl November bis Februar, nach erstem Frost Kohlgemüse
Rosenkohl Oktober bis Februar Kohlgemüse
Chicorée Oktober bis April Blattgemüse

Die Monate schwanken je nach Witterung um zwei, drei Wochen. Wer wissen will, was diese Woche konkret in der Kiste steckt, findet das in der Bestellübersicht.

Häufige Fragen zu Gemüsesorten

Wie viele Gemüsesorten gibt es?

Weltweit zählen Botaniker deutlich über tausend Kulturarten, die als Gemüse gegessen werden. Im deutschen Anbau und Handel begegnen Ihnen davon realistisch um die 40 bis 60 verschiedene Sorten übers Jahr verteilt, dazu kommen zahlreiche Unterarten, etwa bei Kürbis oder Paprika.

Ist die Tomate Obst oder Gemüse?

Botanisch eine Frucht, weil sie aus der Blüte wächst und Samen enthält. In der Küche wird sie trotzdem herzhaft behandelt wie Gemüse. Das Gleiche gilt für Gurke, Aubergine, Zucchini und Paprika, alle vier stehen deshalb oben bei den Fruchtgemüsen und nicht in der Obstliste.

Welches Gemüse ist am gesündesten?

Es gibt nicht die eine Antwort, weil jede Sorte ein anderes Nährstoffprofil mitbringt: Grünkohl punktet bei Vitamin K und Calcium, Rote Bete beim Nitratgehalt, Paprika bei Vitamin C. Wer sich nach DGE-Empfehlung bunt und abwechslungsreich ernährt, deckt am Ende mehr ab, als eine einzelne Sorte je liefern kann.

Die ganze Vielfalt landet in einer Kiste

Sie müssen sich diese Liste nicht merken. Wer eine Gemüsekiste im Abo bestellt, bekommt einen Ausschnitt davon automatisch jede Woche vor die Tür, saisonal sortiert, ohne dass Sie selbst zwischen vierzig Sorten auswählen müssen. Die Vielfalt aus dieser Liste, jede Woche frisch. Was Sie mit Möhrengrün oder Kohlrabiblättern anfangen, steht im Babyspinat-Beitrag und in den einzelnen Lexikoneinträgen weiter oben. Wer lieber bei Obst weiterliest, findet in der Schwesterliste Obst von A-Z dieselbe Systematik für Äpfel, Beeren und Exoten.

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