Bio Lebensmittel

Bio-Lebensmittel und -Produkte werden immer beliebter. Die Bio-Branche boomt! Doch was ist wirklich bio? Ist bio gesünder? Und gibt es Unterschiede bei Bio-Lebensmitteln?

Das Bewusstsein und Interesse für gesunde Lebensmittel und eine bessere Ernährung steigt kontinuierlich an. Die Bio-Branche boomt! Doch damit man Bio-Lebensmittel mit einem Verständnis und nicht nur dem guten Gewissen genießen kann, braucht es ein wenig mehr Hintergrundwissen.

Bio-Lebensmittel: Damit fängt Nachhaltigkeit an

Das Thema Nachhaltigkeit wird immer beliebter, gerade auch im Bezug auf Lebensmittel, Bio-Lebensmittel und die Ernährung. Dabei kommen Fragen auf: Wie wurden die ausgewählten Produkte erzeugt oder verarbeitet? Tragen sie zu unserer Gesundheit bei? Oder zu der Gesundheit der Tiere und Natur? Und erhalten die Bauern eine faire Bezahlung?

Mit diesen Fragen beschäftigen wir uns schon seit einigen Jahren, wie auch existierende Öko- und Bio-Verbände. Wir, die Bauerntüte, sind ein bio-zertifizierter Lebensmittel Onlineshop, bei dem die Herkunft unserer Produkte im Mittelpunkt steht. In Zusammenarbeit mit zahlreichen Öko- und Bio-Verbänden wie Bioland, Naturland, Demeter und dem EU-, sowie dem deutschen Bio-Siegel gewährleisten wir unseren Kunden so die nötige Transparenz über die Qualität und Art der Herkunft unserer Produkte, sodass Sie für sich entscheiden können in welchem Rahmen Sie sich für die Nachhaltigkeit einsetzen möchten. Letztendlich kann jeder einzelne schon durch seinen Einkauf von Bio-Lebensmitteln dazu beitragen eine lebenswerte Welt für nachfolgende Generationen zu erhalten. Bei Ihrem Konsumstil anzufangen ist dabei der erste große Schritt.

Bio-Lebensmittel bringen Gesundheit für Mensch und Umwelt mit sich

Eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung ist für die Gesundheit des Menschen essentiell. Dabei kommt es jedoch nicht auf die Zusammensetzung der Nährstoffe an, da diese nur wenig über den Nährwert aussagen, sondern vielmehr auf die Art des Anbaus und die Weiterverarbeitung der Lebensmittel.
Die Bauern, mit denen wir zusammenarbeiten, arbeiten im Einklang mit der Natur und so entstehen Bio-Lebensmittel, die geschmacklich, sowie auch von den gesundheitlichen Werten erste Wahl sind. Im Vergleich zu konventionellen Produkten enthalten die Bio-Lebensmittel vom Bauernhof:

  • Weniger Nitrat im Gemüse
  • Geringere Pestizidspuren und Umweltgifte in Obst und Gemüse
  • Weniger Zusatzstoffe und Mykotoxine und dadurch geringeres Allergiepotenzial
  • Mehr Vitamine, Spurenelemente und sekundäre Pflanzenstoffe in Obst, Gemüse und Getreide
  • Mehr wertvolle Omega-3-Fettsäuren in tierischen Produkten wie Milch, Eiern und Fleisch

Der Grund für diese gravierenden Unterschiede zu konventionellen Lebensmitteln ist vor allem der, dass in der ökologischen Landwirtschaft keine Pestizide oder stickstoffhaltige Mineraldünger verwendet werden. So erhalten Sie bei uns nicht nur Bio-Lebensmittel, die viel nährreicher und gesünder für Sie sind, sondern schützen mit dem Einkauf von Bio-Lebensmitteln auch die Umwelt.

Wie viele Bio-Lebensmittel kommen tatsächlich aus Deutschland?

Das liegt letztendlich ganz in den Händern der Verbraucher. Wenn die Nachfrage weiter steigt, wird es auch immer mehr Bauern geben, die mehr Flächen auf ökologische Weise bewirtschaften. Zur Zeit sind es über 1 Millionen Hektar.

Öko- und Bio-Siegel als Sicherheit für den Konsumenten

Seit 1992 sind die Begriffe Bio und Öko gesetzlich geschützt. Jeder Betrieb, der ein solches Siegel hat oder erhalten möchte wird regelmäßig von Öko-Kontrollstellen überprüft. Dazu gehören bei dem EU-Bio-Siegel unter anderem die Kontrolle des Wareneingang- und ausgang, sowie die Überprüfung der Erntemenge, der Tierhaltung und der Verarbeitung. Nur wenn diese den Vorschriften der Öko-Kontrollstelle entsprechen, hat der Betrieb die Erlaubnis seine Lebensmittel mit dem EU-Bio-Siegel und einer Öko-Kontrollnummer zu versehen.
Bio-Lebensmittel, die zusätzlich ein Naturland Zeichen tragen haben weitere strenge Richtlinien in den Bereichen Zusatzstoffen, Tierhaltung und Düngung erfüllt. So wird deutlich, dass die Anforderungen an dieses Siegel noch einmal höher sind als die des EU-Bio-Siegels.

Die 5 wichtigsten Bio-Siegel im Überblick

Naturland

Das Naturland Bio-Siegel steht für hohe Standards in der Erzeugung sowie Verarbeitung. Die Kriterien für dieses Siegel gehen über die EU-Öko-Verordnung und dem Bio-Siegel hinaus. Für das Naturland Bio-Siegel gibt es detaillierte Richtlinien vom Anbau bis zum Weg in den Handel der Produkte.

Bioland

Laut eigenen Angaben ist Bioland mit 5443 ausgezeichneten Biobauern und 922 ausgezeichneten Lebensmitteln-Herstellern einer der bedeutendsten ökologischen Anbauverbände in Deutschland. Auch die Kriterien des Bioland Siegels gehen über die der EU-Öko-Verordnung hinaus. Das System des seit 1976 bestehenden Anbauverbandes basiert auf einem geschlossenen Betriebskreislauf, bei dem besonders auf die Erhaltung der Bodenfruchtbarkeit auf langfristige Sicht geachtet wird. Außerdem stammen bei mit diesem Siegel ausgezeichneten Betriebe Produktions- und Futtermittel weitgehend aus der eigenen Produktion und erkrankte Tiere werden naturheilkundlich behandelt.

EU-Bio-Siegel

Das EU-Bio-Siegel tragen seit dem 1. Juli 2010 alle Bio-Lebensmittel, die in der EU produziert wurden. Diese Bio-Lebensmittel erfüllen den EU-Mindeststandard, wie zum Beispiel dass 95% der landwirtschaftlich produzierten Zutaten aus einem Bioanbau stammen. Betriebe, die mit dem Siegel ausgezeichnet sind oder ausgezeichnet werden wollen, werden mindestens einmal im Jahr kontrolliert.

Deutsches Bio-Siegel

Oft findet man in Verbindung mit dem EU-Siegel auch das sechseckige deutsche Bio-Siegel. Dieses gibt es seit 2001 und es wird momentan von etwa 4000 Herstellern für rund 63.800 Waren verwendet. Bio-Lebensmittel die mit diesem Siegel gekennzeichnet sind enthalten beispielsweise keine Geschmacksverstärker, künstliche Aromen und Farbstoffe. Außerdem darf die Ware nicht mehr als 5% konventionell angebauter Bestandteile haben, Tiere dürfen nur mit ökologischem Futter aufgezogen werden und der Einsatz von Antibiotika bei kranken Tieren ist stark eingeschränkt.

Demeter

Den Anbauverband Demeter gibt es bereits seit 1928 und er ist somit der älteste, aber auch strengste Anbauverband Deutschlands. Kriterien sind eine biologisch-dynamische Landwirtschaft des Anthroposophen Rudolf Steiner. So sollen selbst hergestellte Präparate aus Mist, Mineralien und Heilpflanzen eine langfristige Fruchtbarkeit des Bodens garantieren.

Bio-Lebensmittel aus tiergerechte Haltung

Weniger Fleisch, mehr Genuss. Wer Massentierhaltung nicht unterstützen möchte, sollte dementsprechend Fleisch in Maßen und ausschließlich bei seinem verantwortungsbewussten Metzger, Bauern oder auf die bequeme Weise bei einem zertifizierte Bio-Lebensmittel Onlineshop kaufen. Das ist nicht nur gesünder und schmeckt besser, sondern schont auch die Umwelt. Denn die ökologische Landwirtschaft wird nach der optimalen, statt der maximalen Leistung geführt. Gekennzeichnetes Fleisch mit bspw. dem Naturland Siegel zeichnen die Bio-Lebensmittel mit einer ausschließlich tiergerechten Haltung aus. Dies bedeutet, dass die Tiere in geräumigen Ställen und auf Freiflächen leben, auf denen sie genügend Auslauf bekommen. Sie haben Zeit für einen gesunde Entwicklung und Wachstum und werden mit ökologischen Futtermitteln aufgezogen.

Durch Bio-Lebensmittel Boden, Wasser und Artenvielfalt erhalten

Durch Erosion gehen jedes Jahr Milliarden Tonnen fruchtbaren Bodens verloren. Was würden wir ohne diesen wertvollen Boden machen, der uns die Erzeugung von Lebensmittel ermöglicht?
Anbaubetriebe mit Öko- und Bio-Siegel gehen achtsam mit ihren Anbauflächen um, damit auch die zukünftige Ernte gesichert werden kann. Sie nutzen Mischfruchtanbau, sinnvolle Fruchtfolgen und artenreiche Agroforstsysteme um die Fruchtbarkeit des Boden zu fördern im Gegensatz zum Anbau von konventionellen Lebensmitteln.
Neben des Bodens wird auch der Erhalt von Wasser und die Bewahrung der Artenvielfalt im Tierreich durch zertifizierte Bio-Betriebe unterstützt und geschützt, indem die Betriebe unter anderem auf stickstoffhaltige Mineraldünger verzichten. Dadurch gelangen deutlich weniger Nitrat und Phosphat in das Grundwasser, sodass das Trinkwasser sauber bleibt und die Kosten zur Wasseraufbereitung sinken. Außerdem trägt die Verwendung von natürlichen Pflanzenschutz zur Bewahrung der Artenvielfalt der Tiere bei. Also sogar die Flora und Fauna profitiert vom Anbau der Bio-Betriebe.

Ausgezeichnete Bio-Lebensmittel garantieren 100% Natürlichkeit

Ein weiteres Thema das immer mehr Aufmerksamkeit gewinnt ist Genfood, also Lebensmittel, die durch oder mit Hilfe von gentechnischen Veränderungen entstanden sind.
Aus den Forsa-Studien (2009 und 2011) und dem Eurobarometer (2011) geht hervor, dass 80% der Verbraucher Genfoods ablehnen, weil ihnen die Gefahr von Nebenwirkungen zu groß ist und 85% der Verbraucher lehnen es ab, dass Tiere mit gentechnisch verändertem Futter gefüttert werden. Schon jetzt ist durch Versuche belegt worden, dass genetisch veränderte Lebensmittel wie beispielsweise Genmais ernstzunehmende Leber- und Nierenschäden bei Säugetieren verursacht. Die Auswirkungen und das Ausmaß auf den menschlichen Körper kann man jedoch momentan nicht genau abschätzen.
Um sich vor solchen Produkten vollkommen zu schützen, ist es deshalb ratsam auf Bio-Lebensmittel umzusteigen, denn obwohl seit 2004 gesetzlich geregelt ist, dass Genfoods klar gekennzeichnet werden müssen, gilt dies nicht für Eier, Milch und Fleisch von Tieren, die mit genetisch verändertem Futter aufgezogen worden sind. So kann man sich letztendlich nur bei Bio-Lebensmitteln wirklich sicher sein, dass sie keine genetischen Veränderungen enthalten. Zudem kann man als Verbraucher ein Zeichen gegen die gentechnische Herstellung von Lebensmitteln setzen, indem man diese nicht kauft und so die Nachfrage nach solchen Lebensmittel senkt.
Betriebe und Bauern, die angeben ohne Gentechnik zu arbeiten, verwenden:

  • Kein genetisch verändertes Saatgut
  • Keine genetisch veränderten Tiere
  • Kein genetisch verändertes Futtermittel
  • Keine genetisch veränderten Organismen in der Verarbeitung

Transparenz und regionale Wirtschaft stärken – dafür steht die Bauerntüte

Einblick schafft Vertrauen. Ganz nach diesem Motto zeigen wir Ihnen so gut wie es uns nur möglich ist, woher unsere Bio-Lebensmittel und -Produkte kommen. Sie finden in unserem Lebensmittel Onlineshop unter jedem Produkt Informationen zu dessen Herkunft. Wenn Ihnen diese kurze Information nicht ausreicht, können sie sich zusätzlich unsere Hofvideos anschauen, die wir selber gedreht haben. Von jedem Hof bekommen Sie so direkte Einblicke, wie die Tiere gehalten werden und wie das Obst und Gemüse angebaut und behandelt wird.
Neben der Transparenz liegt uns auch die regionale Wirtschaft sehr am Herzen. Wir wollen die kleinen Bio-Betriebe aus unserer Umgebung mit deren jahrelangen Traditionen und geschmacklich einzigartigen Produkten unterstützen und erhalten.
Zwar ist es uns durch die Globalisierung möglich nahezu alle Obst- und Gemüsesorten das ganze Jahr über zu genießen, doch leiden diese Produkte oft geschmacklich unter dem langen Transportweg. Denn es macht eben einen Unterschied, ob die Früchte in der Natur oder doch in einem Frachtraum gereift sind. Hinzu kommt auch noch die dadurch benachteiligte Öko-Bilanz durch die langen Transportwege.
Natürlich gibt es auch Produkte, die klimabedingt nicht in Deutschland angebaut werden können. Sollte man jedoch die Wahl haben zwischen regionalen und importierten Produkten, wäre der Kauf des regionalen Produkts die Entscheidung für die Nachhaltigkeit. Denn dies führt zu einer verbesserten Öko-Bilanz durch die kurzen Transportwege, der Förderung der ländlichen Räume durch nachhaltige Entwicklung, den Wachstum der Wirtschaftskraft, die Arbeitsplätze bleiben dadurch in der Region und der Verbraucher bekommt erntefrische Produkte. Und genau das alles unterstützen Sie mit einer Bestellung in unserem Lebensmittel Onlineshop.

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