Rhabarberzeit

Rhabarbersaison: Es geht wieder los

Rhabarbersaison 🙂 Der Rhabarber ist zurĂŒck! Haben Sie ihn in den vergangenen, kalten Monaten auch schon so vermisst? Das Warten hat ein Ende, denn die Saison ist bereits in vollem Gange. Wir geben Ihnen alles Wissenswerte zum Rhabarber und seiner Saison mit auf den Weg. NatĂŒrlich lassen wir es uns auch nicht nehmen Ihnen am Ende einige Verzehr-Tipps zu geben.

Rhabarber – Funfacts

  • Rhabarber kommt ursprĂŒnglich aus China.
  • Erst seit Mitte des 18. Jahrhundert gibt es ihn in Deutschland.
  • Wussten Sie dass der Rhabarber unterirdische Sprossen hat?
  • Achtung! Man sollte den Strunk & Die BlĂ€tter nicht essen
  • Hat Saison: von MĂ€rz/April bis Ende Juni
  • Geschmack: fruchtig, sauer
  • Ist Rhabarber Obst oder GemĂŒse? >>> GemĂŒse!
  • In den USA zĂ€hlt Rhabarber zu Obst.
  • Rhabarber sollte nicht in großen Mengen roh gegessen werden. Denn die enthaltene OxalsĂ€ure hinterlĂ€sst ein stumpfes GefĂŒhl auf den ZĂ€hnen und kann sogar die Nieren schĂ€digen.
  • Dicke Rhabarberstangen lassen sich leichter zubereiten.

Rhabarber: Herkunft aus Fernost

Die Spuren des Rhabarbers fĂŒhren zurĂŒck bis nach China. Dort wurde er ab dem dritten Jahrtausend vor Christus wegen seiner abfĂŒhrenden Wirkung gegen Fieber und die Pest eingesetzt. DafĂŒr wurden ĂŒberwiegend die unterirdischen Sprossen verwendet. Nach Europa gelangte der Rhabarber erst im 18. Jahrhundert, genauer gesagt nach Chelsea in England. Dort baute ein Apotheker in Oxfordshire das GemĂŒse an. Über England gelangte das GewĂ€chs dann nach Deutschland, Österreich und die Schweiz. Erst in der Mitte des 18. Jahrhunderts kam es nach Deutschland, in die NĂ€he von Hamburg.

Rhabarber: Nicht so beliebt in Deutschland

In der ersten HĂ€lfte des 20. Jahrhunderts wurde der Rhabarber schnell beliebt. Kurz vor dem zweiten Weltkrieg wurden in Deutschland etwa 1700 Hektar damit angebaut – heute ist davon nur noch ein Viertel ĂŒbrig. Auf der ganzen Welt hat sich der Rhabarber bis heute nicht richtig durchgesetzt. Er ist eher regional beliebt und wird hauptsĂ€chlich in England, in Deutschland, in den Benelux-LĂ€ndern und in Nordamerika wĂ€hrend der Saison verzehrt.

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Rhabarber, was ist das eigentlich genau?

Der Rhabarber ist einer der ersten heimischen FrĂŒhlingsboten vom Feld und zĂ€hlt zu den StaudengewĂ€chsen. Durch seinen fruchtig-sauren Geschmack und durch die Tatsache, dass er fast ausschließlich fĂŒr SĂŒĂŸspeisen verwendet wird, wird er oft fĂ€lschlicherweise fĂŒr Obst gehalten. Er gehört aber zu den KnöterichgewĂ€chsen und ist botanisch gesehen GemĂŒse. Einmal eingepflanzt, kann er etwa acht Jahre am gleichen Ort bleiben. Zum einen steigert sich der Ertrag der winterharten Staude von Jahr zu Jahr, zum anderen steigen mit zunehmendem Alter der Pflanze die Oxalwerte. Seinen Geschmack bekommt er durch die enthaltenen FruchtsĂ€uren wie Apfel-, Zitronen- und OxalsĂ€ure. Letzteres kann fĂŒr empfindliche Menschen zu Problemen fĂŒhren. Allerdings haben wir drei Tipps fĂŒr Sie vorbereitet, durch die die SĂ€ure etwas ausgeglichen werden kann:

  • Den Rhabarber vor dem Verzehr kochen.
  • Bananen oder Milchprodukte wie Quark oder Pudding dazugeben.
  • Die Schale entfernen, das reduziert nĂ€mlich zusĂ€tzlich die OxalsĂ€ure.
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Die Rhabarbersaison – Nur fĂŒr kurze Zeit!

Die Rhabarbersaison lĂ€sst lange auf sich warten und ist dann auch leider schnell wieder vorbei. An welchem Tag oder in welcher Woche des Jahres die Saison beginnt lĂ€sst sich nicht genau sagen. Je nach Wetterlage ist der Rhabarber zwischen MĂ€rz und April bereit geerntet zu werden. Ab diesem Zeitpunkt können Sie in nahezu jedem Supermarkt jede Menge des GemĂŒses kaufen. Doch sie sollten sich damit nicht allzu viel Zeit lassen, denn die StĂ€ngel sollten unter gar keinen UmstĂ€nden nach dem, 24. Juni, dem Johannistag, geerntet werden und somit ist die Saison leider schnell wieder vorĂŒber. Denn nur wer sich an diese Regel hĂ€lt, gibt seinen Rhabarberstauden genug Zeit sich zu regenerieren damit sie Kraft fĂŒr eine ertragreiche Ernte im nĂ€chsten Jahr sammeln können.

Rhabarberzeit

Rhabarbersaison: Rhabarber ist nicht gleich Rhabarber

Es gibt nicht nur eine Sorte des SaisongemĂŒses, ganz im Gegenteil. Die verschiedenen Rhabarbersorten unterscheiden sich vor allem durch den Zeitpunkt des Austriebs und der Ernte, durch die innere und Ă€ußere Stielfarbe, die WuchslĂ€nge, den Geschmack sowie durch die Dicke der Stiele. Je nach Sorte und Art der Stiele wird Rhabarber geschĂ€lt und meist geschnitten weiterverarbeitet. Im Folgenden finden Sie einige Beispiele:

Goliath

Die wohl bekannteste Sorte: rotes Fleisch und grĂŒne Stiele, die bis zu einem Meter lang werden. In der BlĂŒtezeit kann die Pflanze bis zu 1,80 Meter hoch werden.

Timperley Early

Diese Sorte zĂ€hlt zu den zeitigsten ĂŒberhaupt. Die Stiele sind meist rot, pink oder grĂŒn. Eine Besonderheit: Die Schale muss nicht abgezogen werden, da sie kaum Verholzungen enthĂ€lt.

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Holsteiner Blut

Eine altbewĂ€hrte Sorte mit roten StĂ€ngelenden, die besonders fĂŒr sein mildes Aromas und den hohen Zuckergehalt bekannt ist.

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Elmsblitz

Eine altbewÀhrte Rhabarbersorte mit dunkelrotem Fruchtfleisch. Besonderheit: Der OxalsÀuregehalt ist sehr niedrig.

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Inhaltsstoffe Rhabarber in der Rhabarbersaison

Rhabarber enthĂ€lt viele Mineralstoffe wie beispielsweise Kalium und Phosphor. Außerdem beinhaltet er Vitamin C, Vitamin K, was gut fĂŒr die Knochen und die Blutgerinnung ist, Vitamine des B-Komplexes, die fĂŒr Haare und Haut wichtig sind sowie Ballaststoffe. Mit 20 Kilokalorien pro 100 Gramm hat das GemĂŒse verhĂ€ltnismĂ€ĂŸig wenig Kalorien und kann damit ohne Bedenken verzehrt werden. GefĂ€hrlich wird es nur, wenn zum Ausgleich des hohen SĂ€uregehalts dem Fruchtfleisch Zucker zugefĂŒgt wird. Das treibt dann wiederum die Kalorien und den Blutzuckerspiegel in die Höhe. Das GemĂŒse wirkt durch die enthaltenen Anthrachinone abfĂŒhrend. Die SupermĂ€rkte verkaufen meist die rotfleischigen Rhabarber-Sorten, die milder im Geschmack sind. Die grĂŒnfleischigen Sorten haben einen höheren Anteil an Frucht- und OxalsĂ€ure, weswegen diese sĂ€uerlicher schmecken.

Rhabarber haltbar machen da Rhabarbersaison schnell vorbei ist!

Wenn Sie keinen eigenen Rhabarber anbauen, dann fragen Sie sich bestimmt schon woran Sie erkennen können, dass das GemĂŒse frisch ist, oder? Sie können dies ganz schnell und einfach erkennen: Hat der Rhabarber straffe und saftige StĂ€ngel mit frischen Schnittstellen kommt er direkt vom Feld. Sie sollten darauf achten ihren Rhabarber innerhalb von zwei bis drei Tagen zu verarbeiten. Am besten hĂ€lt er sich im KĂŒhlschrank, eingewickelt in einem feuchten Tuch. Auch wenn die Rhabarbersaison nicht lange anhĂ€lt, mĂŒssen Sie die restlichen Monate nicht ohne auskommen. Es gibt zwei Möglichkeiten wie Sie auch lange nach der Saison tolle Kreationen damit zaubern können:

Rhabarber einfrieren

Waschen Sie zunĂ€chst die Stangen mit Wasser ab und schĂ€len Sie diese im Anschluss. Schneiden Sie den Rhabarber in kleinere StĂŒcke und fĂŒllen Sie ihn in ein geeignetes GefĂ€ĂŸ fĂŒr die KĂŒhltruhe. Die StĂŒcke eignen sich dann besonders gut fĂŒr Kompott oder Kuchen.

Einkochen in der Rhabarbersaison

Wenn Sie Rhabarber ĂŒbrig haben, ihn aber nicht unbedingt einfrieren möchten, dann können sie ihn zu Kompott oder Marmelade einkochen. DafĂŒr waschen und schĂ€len Sie das GemĂŒse, schneiden es in Scheiben und geben es zunĂ€chst fĂŒr fĂŒnf Minuten in kochendes Wasser (dies reduziert den OxalsĂ€uregehalt). Dann können Sie entscheiden ob Sie den Rhabarber in Wasser oder mit Zucker (ohne Wasser) einkochen möchten. Bei beiden varianten mĂŒssen Sie den Rhabarber so lange kochen bis die gewĂŒnschte Konsistenz erreicht ist. Im Anschluss fĂŒllen Sie ihn heiß in sterilisierte GlĂ€ser und verschließen diese. Die GlĂ€ser dann so lange auf den Deckel stellen, bis diese vollstĂ€ndig abgekĂŒhlt sind. Sie können den eingekochten Rhabarber an einem dunklen Ort mehrere Monate aufbewahren.

Rhabarber-Genuss in vollen ZĂŒgen

Nun haben Sie einiges ĂŒber den Rhabarber und die Rhabarberzeit gelernt, jetzt lassen wir es uns natĂŒrlich nicht nehmen Ihnen ein paar unserer Lieblingskreationen aufzulisten und zwei unserer Lieblingsrezepte vorzustellen. Wir lieben die Rhabarberzeit und sind schon jetzt ganz traurig, dass sie sich bald schon wieder dem Ende neigt.

  • Rhabarberlikör
  • Rhabarber-Streuselkuchen
  • Rhabarberschorle
  • Rhabarbersaft
  • Rhabarbermarmelade
  • Rhabarbersalat
  • Rhabarbersirup
  • Rhabarberkuchen
  • Rhabarberkompott → Unser Geheimtipp: Beim Kochen etwas Zitronenschale dazugeben, dadurch wird das Aroma hervorgehoben.
  • Rhabarberdessert

Rezepte in der Rhabarbersaison

Uns gefĂ€llt der Rhabarbersalat besonders gut, weil er etwas ausgefallener ist als die ĂŒblichen Verzehrvarianten.

Sie benötigen dafĂŒr:

800 g Rhabarber
120 g Rucola
1 kleine Zwiebel
1 Knoblauchzehe
200 ml Orangensaft
4 EL Öl
3 EL Essig
Salz und Pfeffer

rhabaersaison

Zubereitung:

Zu Beginn den Rhabarber putzen, waschen und schĂ€len. Im Anschluss in Scheiben schneiden. Die Zwiebel und den Knoblauch ebenfalls schĂ€len und zerkleinern. In einem Topf mittlerer GrĂ¶ĂŸe etwas Öl erhitzen und die gehackte Zwiebel und den Knoblauch darin andĂŒnsten. Nach kurzer Zeit den Rhabarber dazugeben und etwa fĂŒnf Minuten mit andĂŒnsten. Den Orangensaft dazugeben und kurz köcheln lassen. In der Zwischenzeit den Rucola waschen und abtropfen lassen. Als nĂ€chstes den Topf vom Herd nehmen und den Saft abseihen. Nun aus dem Saft, dem Essig, dem Öl das Dressing anrĂŒhren und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Zum Schluss den Rucola mit den RhabarberstĂŒcken vermengen, mit Dressing marinieren und servieren.


Da Sie jetzt bereit sind einen zauberhaften Salat zu kreieren, fehlt noch eine Empfehlung in flĂŒssiger Variante.

Zutaten:

2,5 kg frischen Rhabarber

400 g Zucker

Zubereitung

ZunĂ€chst den Rhabarber putzen, waschen und zerkleinern. Nun das GemĂŒse zusammen mit dem Zucker und etwas Wasser (so viel, dass der Boden bedeckt ist) in einen großen Kochtopf geben und kurz weichkochen. Im Anschluss die gesamte Masse mit einem Stabmixer pĂŒrieren und durch ein Sieb abgießen. Wenn der Saft durch das Abgießen nicht mehr heiß genug ist noch einmal kurz aufkochen. Dann in heiß ausgewaschene GlĂ€ser oder Flaschen fĂŒllen. Et voilĂĄ!

Die Zutatenmenge ergibt etwa zwei Liter Rhabarbersaft, der sich mehrere Monate hÀlt. Wenn Sie es noch erfrischender haben möchten, geben Sie einen Spritzer Zitronensaft und etwas Mineralwasser zu der Masse. Wenn Sie Lust auf einen Aperitif haben können Sie etwas Prosecco untermischen und haben im Nu ein fruchtiges SommergetrÀnk.

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