radieschensalat

Salat – Alles über den leckeren bunten Mix

Salat – Die Geschichte des Blattgemüses

Bis zu 6 kg grünen Salat essen die Deutschen im Jahr. Das sind 17 Salatköpfe. Der Salat spielt auf dem Speiseplan eine immer größer werdende Rolle. Doch warum? Wie hat sich der Salat-Verzehr in der Geschichte entwickelt? Die Geschichte des Salats ist sehr schwer nachzuvollziehen, da er nie wirklich erwähnt wurde. Er war nie ein wirkliches Statusprodukt, sondern ist immer neben den offiziellen Speisen gelaufen. Sogar schon in der Antike wurde der Salat von den Römern als Einstieg in das Menü, also als Vorspeise, aber auch als Nachspeise gerne verzehrt. Sie aßen ebenfalls Indiviensalat, welcher dann erst wieder im 19. Jahrhundert angebaut wurde. Karl der Große wies damals an Portulak anzupflanzen. Portulak und Giersch sind Vorformen des heutigen Kopf-Salats. Rucola, was sehr interessant ist, galt damals wegen des scharfen Geschmacks und dem hohen Anteil an Strunk als Unkraut. In den 70er Jahren kam dann der Rucolarausch und heute gilt das Blattgemüse als Trendsalat und wird in der Gourmetküche verwendet. Die Germanen nannten den Rucola auch „Rauke“ und benutzten ihn als Potenzmittel. Schon Hildegard von Bingen berichtet in ihrem Heilkundebuch über Salate, welche wegen der Bekömmlichkeit mit Essig und Pfeffer angerichtet werden sollen. Hier zeigt sich, dass die Menschen sich schon um 1100 mit Saucen für Salate beschäftigten.

Ob Salat alle wichtigen Nährstoffe beinhaltet hängt vorallem von der Erntezeit ab. Über das ganze Jahr gibt es Salat, da verschiedene Sorten auch verschiedene Erntezeiten haben. Portulak kann man sogar im Winter ernten, jedoch ist er leider in Vergessenheit geraten. Man erntet ihn von November bis März vor der Blüte. Bei der richtigen Schnitthöhe kann er in dieser Zeit bis zu drei mal geerntet werden. Mit Chicoree, gebratenen Pilzen und Karotten ist er eine echte Bereicherung für die Winterküche. Portulak hat ein sehr nussartiges Aroma, welches eine super Abwechslung in den Speiseplan bringt. Feld– und Friséesalat werden ebenfalls im Winter geerntet, wohingegen Kopfsalat und Lollo Rosso Sommersalate sind.

Warum sind so viele Salat-Sorten in Vergessenheit geraten?

Das Vergessen von vielen Salatsorten, welche damals gerne verwendet wurden, ist sehr schade, da sich viele Leckereien unter ihnen befinden. Doch warum wurden Sorten wie der Portulak nicht mehr in den täglichen Gebrauch eingebracht? Die Lebensmittelindustrie bringt Prinzipien wie Massenproduktion und ertragreiche Produkte mit sich. Salatsorten wie Giersch und Portulak sind eben nicht so ertragreich. Jedoch werden heute alte Salatsorten wiederentdeckt und in der Gourmetküche eingesetzt.

Im Supermarkt findet man bis zu 15 verschiedene Salatsorten, da der Salat nicht mehr nur als Seitengericht gesehen wird. Durch die Entstehung eines Fitnesswahns und einer gesünderen Lebenseinstellung rückte der Salat in ein neues Licht. Man kann den Salat variieren, wodurch er sich sehr gut als Hauptspeise macht. Wolfgang Siebeck, ein bekannter deutscher Gourmet, betitelte die 80er Jahre als Jahrzehnt des Salats. Die Veränderte Wohlstandssituation der westlichen Welt hatte einen großen Einfluss darauf. Mehr Menschen sitzen heute am Computer als harte körperliche Arbeit zu vollziehen. Das heißt, man benötigt eher etwas leichteres mit weniger Fett und Kohlenhydraten. Die Bevölkerung der westlichen Welt muss außerdem nicht mehr so stark um sein Essen kämpfen, deshalb fällt das Kochen von fettigen und sättigenden Speisen eher weg. Da wir somit allgemein weniger Energie benötigen, passen wir unsere Ernährung an.

Salat – eher Frauen- oder Männersache?

Eine Studie sagt aus, dass Frauen mehr Salat als Männer essen. Warum ist das so? Diese These ist kulturell bedingt: Männer essen eher viel Fleisch und Frauen legen viel Wert auf Salate. Der Salathunger ist aber allgemein gestiegen, durch die neue Fitnessgesellschaft: Es soll schnell, frisch, lecker und gesund sein. Qualitätreiche Lebensmittel wie Bio und regionale Produkte sind ein indirektes Zeichen für Wohlstand. Der Trend zum Salat kommt somit von dem Wissen über die Ernährung.

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Salat – ist er wirklich so gesund?

Der Kopf-Salat enthält Vitamin C, Folsäure, Beta Carotin, welches gut für das Immunsystem und die Augen ist und Ballaststoffe. Der Gehalt von diesen Stoffen kann je nach Erntezeit schwanken, deshalb sollte man  beim Kauf von Salaten auf die Saisonalität der Produkte achten.
Die verschiedenen Farben von Salatsorten kommen von den sekundären Pflanzenstoffen. Wenn man einen grünen Salat kauft, kommt die grüne Farbe von dem Chlorophyll in den Blättern. Rote Salatköpfe enthalten Flavonoide. Laut der DGE sollte man sich farbreich ernähren.

Ist der bittere Salat besonders gesund?

Es gibt toxische Bitterstoffe die in Pflanzen enthalten sind, jedoch sind die bei den Salatsorten nicht mehr vorhanden. Salatsorten die bitter schmecken, wie beispielsweise der Chicoree, enthalten Bitterstoffe welche Darmenzyme fördern.

                            

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