Viele Menschen denken um! Sie machen sich mehr Gedanken um ihre Ernährung und ihre Umwelt, dabei verzichten sie auf exotische Importe und setzen vermehrt auf regionale Produkte. Sie wollen wissen, woher Ihre Lebensmittel kommen und wie sie sich dadurch bewusster ernähren können. Dabei gilt die Devise “lokal statt global”. Regionale Produkte schmecken oft besser, sind nährstoffreicher, gesünder und besser für die Umwelt. Dabei gewinnt man einen besseren Zugang zu seinem Essen und unterstützt kleine regional ansässige Unternehmen. Aber oft ist es nicht einfach immer und überall an regionale Produkte zu kommen und nicht jeder hat Zeit, mindestens einmal in der Woche aufs Land raus zu fahren um bei mehreren Bauern seinen Einkauf zu erledigen. Dies ist vor allem in Großstädten ein Problem. Dem hat sich die Bauerntüte angenommen. Bei ihr kann man Obst- und Gemüsekisten bestellen, die dann deutschlandweit verschickt werden.

Eine regionale Ernährungsweise ist automatisch auch eine saisonale Ernährungsweise. Denn nur das Obst und Gemüse, das gerade Saison hat, kann aus der Region kommen. Regional bedeutet frisch und reif geerntet und das Minimieren von Transportwegen. Das hat natürlich Vorteile für die Umwelt, für den regionalen Bauern und auch für Sie und Ihre Gesundheit.

Regionale Produkte – Vorteile

Die Gründe, aus denen Verbraucher zu regionalen Lebensmitteln greifen, sind vielfältig. Ganz oben auf der Liste der erhofften Vorteile stehen Aroma, Qualität und positive Auswirkungen für die Gesundheit. Wohnortnah geerntete oder hergestellte Produkte kommen frisch in den Handel und damit auf den Esstisch. Weil dieses Obst und Gemüse oft im Freilandanbau kultiviert wird, handelt es sich zumeist  um saisonale Ware. Geerntet wird zum optimalen Reifezeitpunkt. Das macht sich nicht nur im Aroma bemerkbar. Möhren, Äpfel und Co. haben auch mehr Zeit, Vitamine und Mineralstoffe aufzubauen. Und auf den kurzen Transportwegen besteht keine Gefahr, dass sie ihre wertvollen Inhaltsstoffe verlieren.

Nährstoffreichtum durch regionale Produkte

Tatsächlich hat erst vollständig gereiftes Obst und Gemüse auch sein vollständiges Nährstoffprofil entwickelt. Früchte, die unreif am anderen Ende der Welt geerntet werden, wurden vorzeitig vom Stamm, über den Nährstoffe bezogen werden, getrennt. Dadurch wurde zumindest nährstoffseitig die Entwicklung beendet. Eine Ernährung, die zum Großteil auf regionalen Produkten basiert, die reif geerntet werden, stellt den Nährstoffreichtum der Nahrung sicher.

Saisonal essen führt zu Abwechslung und Ausgewogenheit

Nährstoffe sind das eine, aber wenn Sie die ganze Zeit nur nährstoffreiche Karotten essen würden, dann wäre dies auch nicht gesund, denn so würden zwar bestimmte Vitamine und Mineralien voll und ganz abgedeckt sein, dafür aber andere fehlen. “Abwechslungsreich = Nährstoffreich” lautet daher die Devise. Das Schöne: Eine regionale Ernährungsweise stellt dies automatisch sicher, da aufgrund der wechselnden verfügbaren Lebensmittel auch unterschiedliche Nährstoffe verspeist werden.

Naturbelassenheit und Qualität der Nahrung durch Nähe zum Erzeuger

Wissen Sie, an welchem Baum die von Ihnen gekaufte Banane hing, wo dieser stand und wie er behandelt wurde? Je größer die Entfernung ist, die ein Produkt zurücklegen musste, umso intransparenter ist dessen Qualität und Naturbelassenheit (an dieser Stelle bezogen auf Pestizide, Dünger usw.). Klar, nun wissen Sie auch nicht immer, wie das bei dem Apfel aussieht, der aus der Region kommt. Aber: Bei regionalen Produkten besteht zumindest die Möglichkeit, dies heraus zu finden. Nämlich, indem Sie mit dem Erzeuger bzw. Bauern direkt sprechen. So könnten Sie ihn auf dem Wochenmarkt ansprechen und befragen oder aber einfach direkt zum Bauernhof fahren und sich von der Qualität und Herstellungsweise überzeugen lassen.

Regional einkaufen und damit die heimischen Bauern unterstützen

Es gibt es weitere Gründe, die für eine regionale und saisonale Ernährung sprechen. Dazu zählt die Unterstützung der heimischen Bauern. Aufgrund von immer schneller werdenden Herstellungsverfahren, Massenware, großen Konzernen und Subventionen, haben es unsere Bauern häufig nicht leicht, im Wettbewerb zu bestehen. Dabei ist es von Vorteil regionale Erzeugnisse zu kaufen, denn so bleibt das Geld in der Region und kann hier wieder reinvestiert werden. Aber neben dem wirtschaftlichem, geht es hier auch schlichtweg um den sozialen Aspekt: Menschen in der Nähe zu unterstützen.

Mit regionaler Ernährung den CO2 Abdruck reduzieren

Zu guter Letzt hat eine regionale und saisonale Ernährung Vorteile für unsere Umwelt, denn die Transportwege sind wesentlich kürzer. Anstatt weite Wege mit dem Schiff, Flieger und ähnlichen Transportmitteln über Tausende von Kilometern hinter sich zu haben, sind regionale Erzeugnisse nur kurz gereist, um auf den Marktständen in Ihrer Nähe zu landen. Somit kann durch den Einkauf regionaler Produkte der CO2-Ausstoß positiv beeinflusst werden und unsere Umwelt und Natur geschont werden.

Gründe für regionale Produkte

Regionale Ernährung bedeutet sich bewusst zu ernähren.

Höheer Inhaltsstoffe, Vitamine, Nährstoffe ist bewusstere Ernährung

Wege sparen, bauern unterstützen, kürzere Wege

Man bekommt auch seltene Obst und Gemüse sorten, die nur von regionalen Bauern angebaut werden -> man unterstützt die Artenvielfalt.

Es gibt viele Gründe weswegen man saisonale Produkte aus der Region bevorzugen sollte. Folgende Gründe stehen für eine regionale Ernährung:

  • Umweltschonend, da die Transportwege kurz sind, wird das Verkehrsaufkommen auf den Straßen reduziert. Viele Lebensmittel werden mit dem Flugzeug transportiert, wodurch sie eine sehr schlechte Öko-Bilanz aufweisen.
  • Sie schmecken Geschmacklich gut, weil die Pflanzen voll ausreifen können und dann erntefrisch verkauft werden.
  • Durch die volle Reife sind die Lebensmittel vitalstoffreich und gesund. Viele regionale Bauern setzen besonders auf Bio-Qualität, was sie noch zusätzlich auszeichnet.
  • Qualität und Kontrolle durch den Kontakt zwischen Erzeugern und Verbrauchern.
  • Günstig im Preis, oft sogar günstiger als Importware.
  • Regionalität schafft Identität. Man isst kein anonymes Produkt vom Ende der Welt, sondern einen Apfel von der Streuobstwiese gleich um die Ecke oder Kartoffeln an deren Feld man auf dem Weg zur Arbeit vorbei fährt.
  • Stärkung der regionalen Wirtschaft und Erhalt von Arbeitsplätzen.

Aber wer in der Großstadt lebt, hat nicht immer die Möglichkeit, zum nächsten Bio-Bauern zu fahren. Auch weil ein Großteil bewusst lebender Verbraucher mittlerweile auf das Auto verzichtet und Wege mit dem Fahrrad oder Nahverkehr zurücklegt. Wenn Sie allerdings mehr als eine Stunde zum Hofladen des regionalen Bauern brauchen, nur um drei frische Bio-Tomaten zu kaufen, lohnt sich der Weg nicht. Eine innerstädtische Alternative bieten Bio-Märkte, die oftmals Obst, Gemüse und Backwaren regionaler Landwirte und Produzenten verkaufen. Ein ganz besonderes Erlebnis sind jedoch Wochenmärkte. Sie sind in jeder größeren Stadt zu finden, haben auch in kleineren Städten und Dörfern längst Tradition.

Alternativen stellen die Lieferdienste dar, mit denen man sich ganz einfach die regionalen Lebensmittel nach Hause liefern lassen kann.

Eine rein regionale und saisonale Ernährung sollte kein Dogma sein, das zu 100% erfüllt werden muss. Sie sollten einfach darauf achten, an welchen Stellen Ihrer Ernährung Sie regionale Produkte verwenden könnten. So tuen Sie sich und der Umwelt etwas gutes.