Küchenliebe Backofen – so holen Hobbyköche das Beste aus ihren Geräten heraus

Ob Gemüselasagne, gebackene Kartoffeln oder das allseits beliebte Bananenbrot, der Backofen ist in der Küche ein unerlässlicher Begleiter und bester Freund. Doch wie werden Umluft und Ober- sowie Unterhitze eigentlich effektiv genutzt? Und was haben die neuen Backöfen zu bieten, die mit einer integrierten Dampffunktion locken? Wir bringen Licht ins Dunkel und haben zusätzlich ein tolles Rezept für leckere und gesunde Grünkohlchips aus dem Ofen.

Der Backofen und seine Ober- und Unterhitze

Die Ober- und Unterhitze ist wohl eine der am häufigsten genutzten Funktionen handelsüblicher Backöfen. Dabei sorgen zwei Heizspiralen, die im Ofen verbaut sind, für eine Hitzeabstrahlung von oben und unten. Die untere Heizspirale ist im Boden verbaut und bei modernen Backöfen immer abgedeckt. Die obere Hitzequelle in der Decke kann – je nach Modell – auch offenliegen. Ob Aufbacken von Brötchen, Zubereiten einer Lasagne oder Erhitzen von Pizza, mit dieser Einstellung kann man nicht viel falsch machen.

Gefüllte Brötchen aus dem Backofen

Die Funktion Umluft und ihre Vorteile

Wer die „Umluft“ in seinem Backofen einschaltet, aktiviert zusätzlich den Ventilator, der im hinteren Bereich des Ofens angebracht ist. Dieser verteilt die Luft, die von den eben genannten Heizquellen erhitzt wurde, gleichmäßig im ganzen Ofen. Durch die Umluft kann auf mehreren Ebenen gleichzeitig gebacken werden, zum Beispiel, wenn zwei bis drei Pizzen auf einmal erhitzt werden sollen. Käme die Hitze nämlich nur von oben und unten, während sich drei Pizzen im Ofen befinden, würde die mittlere noch kaum gegart sein, während die obere und unter ungleichmäßig braun geworden wären. Mit der Umluftfunktion lässt sich auch bei 20 bis 30 Grad Celsius niedrigeren Temperaturen ebenso gut backen und garen, was eine bessere Bilanz beim Energieverbrauch mit sich bringt. Allerdings entzieht die heiße Luft dem Gargut schneller Feuchtigkeit und lässt sie austrocknen, was sich gerade bei Kuchen bemerkbar machen kann.

Ober- und Unterhitze trennen

Lassen sich die Ober- und Unterhitze getrennt zuschalten, ergeben sich weitere Möglichkeiten für das perfekte Garen. So kann die Kruste eines Auflaufs besonders knusprig gebacken werden, wenn am Ende der Garzeit für einige Minuten die Oberhitze die Führung übernehmen darf. Eine Pizza hingegen wird am leckersten, wenn die Unterhitze den Pizzastein simuliert, während die Umluft die heiße Luft gleichmäßig verteilt. Allerdings lässt sich der Ventilator nicht immer getrennt zuschalten – darauf sollte beim Kauf eines neuen Backofens geachtet werden.

Einen Backofen mit Grill verwenden

Wer bei seinen Lebensmitteln auf knusprige Bräune steht, wählt einen Ofen mit Grillfunktion. Dieser hat an der Decke eine spezielle Heizspirale montiert, die ohne Abdeckung betrieben wird und dadurch intensive Hitze auf das Gargut abstrahlt. Knusprige Hähnchen schmecken mit dieser Funktion so gut wie nie! Kann zusätzlich die Umluft hinzugeschaltet werden, ist das Fleisch schneller gar, was sich besonders beim Zubereiten eines Festtagsbratens mit einer deutlichen Zeitersparnis bemerkbar macht.

Dampfgaren im Backofen

Die neuste Generation Backöfen, wie sie auch bei www.backofen.com vorgestellt wird, bietet nicht nur das Backen und Grillen, sondern auch das Dampfgaren als zusätzliche Funktion. Der Vorteil ist, dass die Lebensmittel im Dampf extrem schonend zubereitet werden können, was besonders bei frischem Gemüse einen großen Unterschied beim Vitaminerhalt macht. Geschmack und Farbe bleiben intensiv. Die Zusatzfunktion Dampfgaren kennt man eigentlich aus der Profiküche – jetzt ist sie auch für den Hobbykoch verfügbar. Anstelle eines einzelnen Dampfgarers, der in der Küche Raum benötigt, bietet ein Kombigerät alle Funktionen in einem. Das spart Platz und hat zudem den Vorteil, dass die gewünschten Funktionen jederzeit beliebig zugeschaltet werden können.

Essen wie vom Profikoch

Manche Multifunktionsbacköfen sind echte Tausendsassas. Sie bieten folgende Möglichkeiten:
Schonendes Dampfgaren, womit Gemüse perfekt gelingt,
eine Kombination aus Dampf und Umluftbetrieb, was besonders bei Terrinen und Soufflés für ein erstaunliches Ergebnis sorgt,
oder das zeitweise Zuschalten des Dampfes während des Garprozesses, was dafür sorgt, dass gerade Brot oder Braten einfach perfekt gelingen. Wer sich schon immer gefragt hat, warum das Fleisch im Restaurant so viel saftiger ist, bekommt mit diesen Geräten die Antwort serviert.

Das Kochen muss neu gelernt werden

Die bisherigen Erfahrungen beim Backen und Garen können nicht einfach übertragen werden, wenn man ein kombiniertes Gerät verwendet. Die Zeitspannen im Ofen können sich deutlich ändern, je nachdem, wie viel Dampf zugeführt wird. Das ist jedoch eine willkommene Gelegenheit, neue Rezepte zu probieren. Die Hersteller liefern zudem meist entsprechende Tipps und Anregungen mit.

Beim Kauf eines Backofens sollte auf den Energieverbrauch geachtet werden, um die Stromkosten unter Kontrolle zu behalten. Das EU-Energieeffizienzlabel gibt Auskunft, denn es teilt die Geräte in die Klassen A+++ bis D ein, wobei A+++ dem geringsten Energieverbrauch entspricht, was sich meist auch im Anschaffungspreis niederschlägt. Manche Dampfgarer benötigen einen Festwasseranschluss und einen Wasserablauf, die meisten haben allerdings einen befüllbaren Tank. Je größer dessen Fassungsvermögen ist, umso länger kann gegart werden.

Grünkohl im Backofen zubereiten

Dörren im Backofen

Im handelsüblichen Backofen kann auch problemlos gedörrt werden. Dörren ist das schonendste Verfahren der Zubereitung. Damit lassen sich Lebensmittel haltbar machen oder leckere Speisen zubereiten, zum Beispiel schmackhafte Grünkohlchips, die dem vitaminreichen Wintergemüse ein ganz neues Gesicht verleihen. Und so funktioniert es:

250g Grünkohlblätter waschen und trocken schleudern. Die Stängel entfernen und die Blätter in fingerdicke Stücke schneiden.
50g feines Sesamöl oder Olivenöl mit 1/2 TL Currypulver und 1/2 TL Salz vermischen und die Blätter darin wälzen, bis sie rundum in dem Öl getränkt sind.
Im Backofen bei 80 – 100 Grad dörren, bis sie trocken sind. Dabei einen Kochlöffel in die Ofentür stecken, damit der entstehende Wasserdampf entweichen kann.

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