Schwäbischer Kartoffelsalat
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Schwäbischer Kartoffelsalat ist bei den Schwaben eine besondere Angelegenheit. Es wird vermutete, dass die Braut vor der Hochzeit diesen Kartoffelsalat der zukünftigen Schwiegermutter servieren  muss. Die heimische Schwäbin muss dann entscheiden, ob die Braut für würdig befunden wird und den Sohn heiraten darf. Neben diesem Brauch ist der schwäbische Kartoffelsalat ein Paradebeispiel der schwäbischen Küche. Oft wird der Salat mit einem Bockwürstchen oder zu Fleischgerichten serviert. Des Weiteren gehört er zu einem der leichtesten Kartoffelsalate, da er keine Mayonnaise enthält. So viel vorab zum schwäbischen Kartoffelsalat.

Die Herkunft der Kartoffel

Der schwäbische Kartoffelsalat ist ein Paradebeispiel der schwäbischen Küche, doch woher kommt eigentlich die Kartoffel? Die Kartoffel ist weltweit einer der wichtigsten Kulturpflanzen für die menschliche Ernährung. Bis die Kartoffel erstmal in Europa ankam, lag eine lange Reise hinter ihr. Der Ursprung der Kartoffel sind die südamerikanischen Anden, wo bis heute knollenbildende Wildformen gefunden werden. Bereits der indigenen Bevölkerung war die Kartoffel schon bekannt und bei den Inkas wurde sie als Grundnahrungsmittel verwendet. Die Spanier, welche die Kartoffel nach Europa brachten, lernten die Kartoffel als Kulturpflanze bei ihren Eroberungszügen (1525-1543) durch Peru und Chile kennen. Um 1555 brachten sie die ersten rotschaligen, violett-blühenden Pflanzen nach Spanien. Zehn Jahre später wurden gelbschalige Kartoffeln mit weißen oder violetten Blüten von Venezuela nach England und Irland eingeführt. Die Sorten wurden bei der Ausbreitung über Europa vermischt. Allerdings dauerte es noch knapp 200 Jahre, bis die Kartoffel wirtschaftlich an Bedeutung gewann. Die erste Kartoffel pflanzte Carlos Clusius 1589 in Deutschland. Er war der Gelehrte, Arzt und Botaniker, der dank seiner Beziehungen zu diversen Botanikern und reichen Bürgern für ihre Verbreitung sorgte. Zunächst hielt man die Kartoffel als Zierpflanze in Gärten. Als Heilmittel kannte man die Kartoffel auch. 1757 wurde die Kartoffel erstmal als Handelsware in den Frankfurter Marktberichten erwähnt. Dies war der Beginn ihrer kommerziellen Nutzung als gehandeltes Nahrungsmittel. Preußen war der Schwerpunkt des deutschen Kartoffelanbaus. Durch die Kriege und der daraus entstehenden Not wurde der Anbau der Kartoffel verstärkt. Selbst die Politik nahm Einfluss auf de Kartoffelanbau.
1756 erließ König Friedrich der Große den berühmten „Kartoffelbefehl“, der die Bauern zum Anbau der Kartoffel zwang. 120 Kilogramm betrug 1875 der preußische Pro-Kopf-Verbrauch an Kartoffeln. Zur heutigen Zeit ist die Bundesrepublik der größte Kartoffelproduzent innerhalb Europas. Kartoffeln für Ihren schwäbischen Kartoffelsalat findet Sie in unserem Online Shop.

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Schwäbischer Kartoffelsalat: Zutaten und Zubereitung

Für einen guten schwäbischen Kartoffelsalat benötigen Sie nicht viele Zutaten. Sie brauchen festkochende Kartoffeln, Zwiebeln, Schnittlauch, Gemüsebrühe, Weißweinessig, Senf, Zucker, Pfeffer und Öl. Die meisten Zutaten haben Sie sicher zu Hause, sodass Sie den schwäbischen Kartoffelsalat auch bei einer kurzfristigen Einladung zu einer Grillparty fix zubereiten können. Dabei werden die Kartoffeln zunächst gründlich gereinigt und 20 Minuten in Salzwasser gekocht. Danach lässt man die Kartoffeln gut auskühlen und zieht die Schale ab. Die Kartoffeln werden nun mit einem Messer in Scheiben geschnitten. Die Zwiebeln werden in Würfel geschnitten und zur kochenden Brühe hinzugegeben. Zur heißen Brühe wird Essig, Senf, Zucker und Pfeffer untergerührt und die fertige Brühe wird über die Kartoffeln gegossen. Nun lässt man den schwäbischen Kartoffelsalat ca. eine Stunde gut durchziehen. Zum Schluss mischt man das Öl unter und schmeckt nochmal mit Salz und Pfeffer ab, fertig ist der hausgemachte schwäbische Kartoffelsalat.

Schwäbischer Kartoffelsalat: Tipps und Tricks

Damit Ihnen der schwäbische Kartoffelsalat problemlos gelingt, haben wir noch einige Tipps für Sie. Die Zwiebelwürfel müssen nicht zwingend blanchiert werden. Es wird jedoch empfohlen, da die Zwiebeln so nicht schnell oxidieren und der Kartoffelsalat länger haltbar ist. Kurz vor dem Verzehr des Salates empfehlen wir Ihnen, noch einmal mit wenig kochender Brühe den Salat zu vermengen, da der Salat immer sehr saftig serviert werden soll. Worauf Sie noch acht geben sollten ist, dass Sie niemals die ganze Brühe auf einmal dazugeben, sondern immer erst einen Teil davon und beobachten, ob die Kartoffeln die Brühe schon aufgesogen haben. Mit diesen letzten Tipps, gelingt Ihnen ein perfekter schwäbischer Kartoffelsalat.