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Rhabarber-Auflauf: Klassisch, originell und exotisch: Die besten Rhabarber-Aufläufe im Überblick

Rhabarber ist vielen Teilen Asiens bereits seit mehr als 3000 Jahren als wichtige Heilpflanze bekannt, die vor allem zur Herstellung von verdauungsfördernder Medizin genutzt wurde. Es ist ein beliebtes Gemüse, bei dessen Zubereitung der Kreativität keine Grenzen gesetzt sind. Es wird vor allem zum Kochen und Backen verwendet. Für diesen Zweck haben wir Euch hier die besten Rezepte für Rhabarber-Auflauf zusammen gestellt.

Rhabarber kam erst im 16. Jahrhundert nach Europa. Dabei war es das erste Gemüse, was auch hier in unseren Breiten im Freiland wächst. Die Rhabarberzeit beginnt bereits im April und geht dann verhältnismäßig lange bis Ende Juni.

Der Rhabarber gehört zu den beliebtesten Pflanzen im Nutzgarten. Entgegen dem Glauben vieler, gehört er nicht zum Obst, sondern ist ein Stielgemüse. Wenn man den Rhabarber in der Küche verwendet, nutzt man lediglich die Stiele, denn die Blätter der Pflanze sind unverträglich. Während die jungen Stiele einfach ohne weitere Behandlung klein geschnitten und weiter verarbeitet werden können, muss bei bei den älteren Stielen vor der Verwendung die länglichen Fasern abziehen. Falls man aus dem Rhabarber Saft herstellen möchte, darf er nicht geschält werden, um den roten Farbstoff der direkt unter der Haut sitzt nicht zu zerstören. Man muss jedoch immer darauf achten, dass Rhabarber nur in Edelstahl Töpfen gekocht werden darf, da die Säure die Oberfläche anlöst. Deswegen darf man ihn auch nicht in Alufolie aufbewahren.

Da er fast ausschließlich für Kompott und andere Süßspeisen verwendet wird, wird er oft irrtümlich dem heimischen Gemüse zugeteilt. Jedoch gibt es für die Verwendung auch andere Möglichkeiten. Eine davon ist in eine leckeren Auflauf.

 

Rhabarber-Auflauf klassisch:

Für diesen Auflauf benötigen Sie 3 Eier, 1 Päckchen Vanillezucker, 150g Zucker, einen Teelöffel Zimt, 3/4 Liter Milch, eine Prise Salz, 230g Grieß, 75g Butter und die wichtigste Zutat: 750g Rhabarber. Dieser einfache Auflauf schmeckt warm und kalt.

Vor dem Kochen muss man den Rhabarber zu erst schälen und in Stücke schneiden. Anschließend werden sie mit 50g Zucker und dem Zimt vermischt und für eine halbe Stunde ziehen gelassen. In der Zeit wird die Milch mit dem Salz aufgekocht und der Grieß wird eingelaufen lassen. Unter umrühren kann man dies dann ausquellen lassen. Die Butter wird mit dem restlichen Zucker schaumig geschlagen, während Eigelb und der Vanillinzucker zugefügt wird. Anschließend wird das Eiweiß mit Salz steif geschlagen und der Rhabarber mit dem Grießbrei und Eigelb vermischt. Dabei muss der Eischnee vorsichtig untergehoben werden.

Vor dem Backen muss man die Auflaufform mit der restlichen Butter einfetten, die Rhabarbermasse einfüllen und dann im vorgeheizten Ofen bei 180 Grad für 45 Minuten backen.#

 

Rhabarber-Auflauf wie von Oma:

Für diesen leckeren Auflauf benötigen Sie 750g Rhabarber, 120g Butter, 150g Rohrzucker, 3 Eier, 500g Quark, 4 EL Grieß, 180g Haferflocken, eine Priese Salz, Prise, eine Zitrone, 2 EL Vanillezucker, etwas Fett für die Form, sowie Semmelbrösel für die Form.

Zuerst müssen Sie den Rhabarber schlälen, waschen und in kleine Stücke schneiden, um ihn mit der Hälfte des Rohrzuckers in einer Schüssel zu vermengen. Vor der weiteren Zubereitung muss der Rhabarber mindestens eine Stunde ziehen. In der Zeit kann die Butter mit der restlichen Hälfte vom Zucker mit einem Handrührgerät solange schaumig gerührt werden, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Nach und nach werden dann Eier, Grieß, Quark und die Haferflocken mit einer Prise Salz eingerührt werden. Für eine besonders eigene Note wird die Zitronenschale fein abgerieben und mit dem Saft einer halben Zitrone dazugegeben. Zum Schluss wird der Vanillezucker dazu gerührt und alles wird zusammen mit dem Rhabarber unterhoben.

Die Backform muss eingefettet und ausgebröselt werden, bevor der Auflauf für circa 45 Minuten gebacken wird.

 

Süßer Nuss-Rhabarber-Auflauf:

Für diesen leckeren Auflauf benötigen Sie 500g Rhabarber, 200g Zucker, 10 Scheiben Zwieback, eine Packung Sahne, 1 Päckchen Vanillezucker, 2 El Himbeersirup, etwas Butter und 80g gehackte Haselnüsse.

Vor der Zubereitung muss man den Rhabarber schälen, putzen und in mundgerechte Stücke schneiden. Danach muss man ihn zunächst mit 100 g Zucker und dem Himbeersirup vermischen und für circa 15 Minuten stehen lassen. Anschließend muss er kurz aufgekocht werden, um ihn dann abkühlen zu lassen. Den Rhabarber putzen, schälen und in mundgerechte Stücke schneiden. Den Rhabarber mit 100 g Zucker und dem Himbeersirup vermischen und ca. 10 Minuten stehen lassen. Dann kurz aufkochen und Abkühlen lassen. In der Zeit können die Eier getrennt und die Eiweiße mit 80g Zucker steif geschlagen und in den Kühlschrank gestellt werden.

Die Auflaufform muss mit Butter eingefettet und mit Zwieback ausgelegt werden. Die Eigelbe werden dann mit der Sahne und dem Vanillezucker verquilt und über den Zwieback gegossen. Dann müssen die Haselnüsse darübergestreut und die abgekühlten Rhabarberstücke darauf verteilt werden. Zum Schluss den Eischnee gleichmäßig über dem Ganzen verstreichen und den Auflauf im Backofen bei 175°C etwa 20 – 25 Minuten backen. Dazu passt Vanillesoße.

Rhabarber-Auflauf mit Streuseln:

Für diesen leckeren Rhabarber-Auflauf benötigen Sie 750g Rhabarber, 320g Zucker, 1 Zitrone, 1 Prise Salz, 100g Butter und etwas Zimt

Bevor man richtig mit dem Kochen beginnt, muss der Rhabarber gewaschen, abgezogen und in dicke Stücke geschnitten werden. Zusammen mit 200g Zucker und den Zitronenschalen wird der Rhabarber in einer Auflaufform gemischt. Für die Zubereitung der Streusel müssen Sie zunächst Mehl auf eine Arbeitsfläche sieben und mit den 120g Zucker, dem Zimt und dem Salz gemischt werden. Anschließend wird kalte Butter in kleinen Flöckchen darauf gegeben und zu Streuseln geknetet. Diese werden dann auf dem Rhabarber verteilt und bei 200°C für circa 45 Minuten gebacken. Am besten schmeckt der Auflauf mit Schlagsahne oder Vanilleeis serviert.

 

Rhabarber-Quark-Auflauf:

Für den leckeren Rhabarber-Quark-Auflauf benötigen Sie 500g Rhabarber, 500g Quark, 100g Zucker, 3 Eier, 3 EL Milch, Zitronenschalen und eine Packung Vanille Pudding Pulver.

Zur Vorbereitung muss der Rhabarber zunächst gewaschen und in 3 cm lange Stücke geschnitten werden. Für die Zubereitung muss zunächst das Eiweiß so steif geschlagen werden, dass ein Messerschnitt sichtbar bleibt. Dann wird in einer Rührschüssel Quark mit Zucker, dem Vanille Pudding Pulver, den Zitronenschalen und dem Eigelb glatt gerührt. Anschließend muss man den Eischnee unter die Quarkmasse ziehen, diese in die vorher bereits eingefettete Kuchenform geben, alles glatt streichen und die Rhabarberstücke senkrecht so in die Quarkmasse stecken, dass eine Schnittfläche zu sehen ist.

Die Backzeit beträgt bei 180°C etwa 30 Minuten.

Der Rhabarber-Quark-Auflauf schmeckt am besten solange er noch warm ist.

 

Rhabarber-Milchreis-Auflauf:

Für dieses leckere Rezept benötigen Sie 200g Milchreis, 500g Rhabarber, 220g Zucker, 40g Margarine, 1 Prise Salt, 2 Euer und etwas Paniermehl.

Zunächst müssen Sie die Milch aufkochen und den Milchreis dazugeben. Diesen müssen Sie dann circa 30 Minuten bei mittlerer Hitze quellen lassen. In der Zeit können Sie bereits den Rhabarber in Stücke schneiden und mit circa 100g Zucker für 10 Minuten dünsten. Anschließend kann der Rhabarber zunächst kalt gestellt werden. Margarine, Zucker, Salz und Eigelb müssen schaumig gerührt und den etwas abgekühlten Milchreis untermischen. Anschließend muss das steif geschlagene Eiweiß untergehoben werden und abwechselnd Reis und Rhabarber in eine bereits vorgefettete Auflaufform geschichtet werden. Dabei sollte die erste und letzte Schicht Reis sein. Im Anschluss muss noch Paniermehl und Margarineflöckchen dazugegeben werden. Der Auflauf muss bei 180°C circa 40 Minuten backen.

 

Rhabarber-Auflauf vegan:

Rhabarber-Auflauf vegan ist die leckere Alternative zu herkömmlichen Rhabarber Rezepten. Für diesen Auflauf benötigen Sie 600g Rhabarber, 120g Rohrzucker, 60g warme Alsan-Butter, 2 EL Stärke, 150g Grieß, 250 ml Pflanzenmilch, 4 TL Weinsteinbackpulver, 120g Dinkelvollkornmehl und eine Packung gemahlene Vanille.

Zunächst muss der Rhabarber in Stücke geschnitten und mit einem EL Zucker vermischt werden. Im Anschluss muss der Rhabarber zunächst einmal für eine halbe Stunde ruhen. In der Zeit kann der Teig vorbereitet werden. Dafür wird Zucker, Vanille, Stärke und Grieß zusammen mit der warmen Butter schaumig geschlagen. Danach wird noch die Milch dazu gegeben, sowie Backpulver und Mehl untergehoben. Die Auflaufform muss eingefettet werden, dann wird der Rhabarber eingefüllt und der Teig darüber gegoßen. Insgesamt muss der Auflauf dann bei 180°C circa 45 Minuten backen.

 

Die Aufläufe schmecken am besten, wenn man sie noch einen Tag durchziehen lässt und auch nach belieben mit Marmelade, Vanillesauce oder anderen Dessertsaucen serviert.

 

Alles weitere Wissenswerte findet ihr hier:

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Rhabarberzeit
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Rhabarber: Gemüse oder Obst?

Rhabarberzeit fängt Anfang April an. Der Rhabarber ist aber bereits seit Jahren in der modernen Küche angekommen.

Dabei ist für viele noch nicht einmal genau klar, ob Rhabarber ein Obst oder Gemüse ist. Aufgrund seiner Zubereitungsart denken viele bei Rhabarber an Obst. Dabei handelt es sich um Frühjahrsgemüse, das mit dem Sauerampfer verwandt ist.

Rhabarbergemüse

Der Rhabarber gehört zu der Familie der Knöterichgewächsen. Dabei gibt es insgesamt an die 60 Arten der Rhabarber-Gattung. Dabei sind nicht alle Sorten für den Verzehr geeignet. Zu den genutzten Arten gehören  der Gemeine Rhabarber, der Sibirische Rhabarber, der Chinesische Rhabarber und der Handförmige Rhabarber.

Der uns bekannte und in der Küche verwendete Rhabarber ist der Gemeine Rhabarber (Rheum rhabarbarum), auch einfach nur Rhabarber genannt. Er ist ursprünglich in Ostasien beheimatet und dort bereits seit über 4000 Jahren als Heilpflanze bekannt. Dass die dicken Stängel des Gewächses auch essbar sind, hat man aber erst vor circa 250 Jahren in England herausgefunden, nachdem sich der Rhabarber über Russland nach Europa verbreitete. Den Rhabarber gibt es in vielen verschiedenen Arten, von denen einige weit verbreitet, andere jedoch kaum noch zu finden sind. Daher  lohnt es sich immer, auf dem Wochenmarkt nach unterschiedlichen Sorten Ausschau zu halten, am besten sogar aus regionalem Anbau.

Dabei stellen wir Ihnen fünf leckere Varianten vor:

Goliath:  Der Goliath Rhabarber kann mit Stangen knapp einen Meter lang werden. Daher macht diese Sorte ihrem Namen alle Ehre. Dieser Rhabarber wird nicht nur als Nutzpflanze angebaut, sondern verschönert auch so manchen Ziergarten.

Holsteiner Blut: Diese Sorte zeichnet sich durch einen hohen Zuckergehalt aus, der für ein süßlich-milde Aroma sorgt.

Vierländer Blut: Diese Sorte übersteht im Winter sogar arktische Temperaturen, ist winterfest bis minus 20 Grad und eignet sich daher auch hervorragend zum anpflanzen in heimischen Gärten.

Esta: Dies ist eine sehr ergiebige Sorte, die sich auch besonders früh ernten lässt.

Gigant: Dieser Rabarber ist durch seinen hohen Oxalsäuregehalt extra sauer.

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Viele stellen sich die Frage, wie gesund Rhabarber ist. Mit nur 14 Kilokalorien pro 100 Gramm ist Rhabarber sehr kalorienarm. Das Gemüse enthält  Mineralstoffe wie Kalium, Eisen und Phosphor. Des Weiteren sind im Rhabarber viel Vitamin C und Ballaststoffe zu finden. Der fruchtig-saure Geschmack kommt von der Fruchtsäure.


Rhabarberzeit: von Anfang April bis Ende Juni

Frühjahrsmüde können sich mit Rhabarber eine extra Portion Vitalität und Mineralien holen. Denn die genießbaren Blattstiele enthalten vor allem Vitamin C und Eisen, Phosphor, Kalium und Magnesium. Außerdem ist Rhabarber reich an Vitamin K. Dieses Vitamin ist für die Blutgerinnung verantwortlich. Im Fruchtfleisch stecken neben Apfel- und Zitronensäure, Pektin, Bitter- und Gerbstoffe auch Ballaststoffe, die eine gute Verdauung unterstützen. Das ist insbesondere auch für diejenigen wichtig, die noch an ihrer Bikinifigur arbeiten wollen. Zudem enthalten 100 Gramm Rhabarber auch nicht mehr als 17 Kilokalorien.

Weitere wichtige Informationen sind, dass 100 g roher Rhabarber durchschnittlich 450 bis 500 mg Oxalsäure enthalten. Denn im Laufe der Rhabarber Saison nimmt der Oxalgehalt im Rhabarber zu, ist aber bei der Aufnahme üblicher Mengen und bei richtiger Zubereitung ungefährlich. In größeren Mengen kann Rhabarber aber auch giftig sein. Jedoch können etwa bis zu 700 mg Oxalsäure von einem gesunden Erwachsenen täglich bedenkenlos aufgenommen werden. Aber bei Nierenerkrankungen sollten Sie bezüglich der Rhabarber  Verzehrmenge mit einem Arzt Rücksprache halten. Generell ist zu beachten, dass grüne Sorten einen höheren Oxalgehalt haben, als rote, roher Rhabarber einen höheren Gehalt als gekochter Rhabarber hat und Blätter sowie Schale einen höheren Gehalt haben, als die Stange.Generell haben grüne einen höheren Oxalgehalt als rote Sorten, roher Rhabarber einen höheren Gehalt als gekochter Rhabarber und Blätter und Schale einen höheren Gehalt als die Stange.

Bei Nierensteinen sollte man aber lieber auf den Verzehr von Rhabarber verzichten. Denn die Inhaltsstoffe sind auch der Grund dafür, dass man ihn nur in Maßen genießen sollte. Denn wer unter Nierensteinen, Gicht, Rheuma oder Arthritis leidet, der sollte sogar ganz auf ihn verzichten, da die im Rhabarber enthaltene Oxalsäure solche Erkrankungen fördern kann. Dem kann man durch Joghurt, Milch, Quark und andere Lebensmittel, die viel Kalzium enthalten, entgegenwirken.

 

Bild: worldmeanscolors

Rhabarberzeit – Wann wird Rhabarber geerntet?

Aber wann genau beginnt die Rhabarberzeit? Rhabarber ist ein typisches Saisongemüse. Die robusten Stängel sind je nach Wetterlage zwischen März und April erntereif.

Bereits vor der Saison beginnen die Vorbereitungen. Anfang März wird noch vor Beginn der eigentlichen Saison, die Folie entfernt, wodurch die Rhabarber-Stängel nochmal dicker wachsen können. Bei dem Zeitpunkt der Ernte gibt es auch einiges zu beachten. Wenn der Rhabarber jung geerntet wird, schmecken die Stangen mild-säuerlich. Bleibt er aber länger auf dem Feld, werden die Stangen dicker, faseriger und sauerer. Die Stangen sollten nicht abgeschnitten, sondern aus der Pflanze herausgedreht werden.

Anfang April beginnt dann die eigentliche Rhabarberzeit. Sie geht verhältnismäßig lang und endet am 24. Juni, dem Johannistag. Wer sich danach noch zur Ernte hinreißen lässt, schadet unter Umständen sich selbst und seiner Rhabarberpflanze. Denn während der Rhabarberzeit erhöht sich der Gehalt an giftigen Oxalsäure in den Stangen. Während er sich zu Beginn der Saison noch auf niedrigem Niveau bewegt, steigt er im Sommer deutlich an, weswegen gesundheitsbewusste Hobbygärtner auf einen Verzehr nach der Rhabarberzeit verzichten. Wer sich danach noch zur Ernte hinreißen lässt, schadet unter Umständen der Rhabarberpflanze, denn sie brauchen eine Ruhe-Phase um sich für die Ernte in der nächsten Saison zu erholen. Den Ende Juni einsetzenden Johannistrieb nutzt die Rhabarberpflanze für den Aufbau frischer Kraftreserven. Gedüngt wird sie nun verstärkt mit Stickstoff. Diese Pflegemaßnahme fördert die Vitalität, damit sie im nächsten wieder zahlreiche der fruchtigen Rhabarberstangen hervorzaubert.

Rhabarberzeit: die Frische macht’s

Aber woran genau kannst du erkennen, ob der Rhabarber frisch ist. Beim Kauf muss man besonders darauf achten, dass frischer Rhabarber glänzende, feste Stangen und frische, saftige Enden hat. Im Supermarkt findet sich meist rotfleischige Rhabarber-Sorten, die milder im Geschmack sind. Grünfleischige Sorten haben einen höheren Anteil an Frucht- und Oxalsäure und schmecken deswegen säuerlicher.

Auch bei der Lagerung gibt es einiges zu beachten. Nach dem Einkauf sollte der Rhabarber innerhalb von zwei bis drei Tagen verarbeitet werden. Denn Rhabarber lässt sich wunderbar aufbewahren. Bis dahin halten sich die Stangen am besten, wenn man die Blätter abschneidet und die Stangen umwickelt in einem feuchten Tuch im Kühlschrank lagert. Dafür sollten aber auch zu erst die Blätter abgeschnitten werden.  Bei der Lagerung ist zu beachten, dass Rhabarber weder Kälte empfindlich ist, noch nach reift.

Möchten Sie das Gemüse nach der Rhabarber-Saison verwenden, oder ist der Ertrag sehr gut, können die Rhabarberstangen knapp eine Saison lang eingefroren werden. Dazu sollten Sie die Stangen waschen und in Stücke schneiden. Anschließend füllen Sie sie in Gefrierbeutel oder Dosen. Eingefrorener Rhabarber lässt sich dabei wunderbar portionsweise entnehmen, wenn er vor dem Einfüllen in die Kühlbehältnisse für circa zwei Stunden auf einem Blech vorgefroren wurde. Die Rhabarberstücke müssen dafür aber getrennt voneinander liegen. Vorgefroren kommen sie schließlich in die Gefrierbeutel und wieder zurück in das Gefrierfach. Eingefroren hält er sich daher sogar bis zur nächsten Saison. Genauere Informationen zur Aufbewahrungszeit befinden sich meist in den Herstellerangaben Ihres Tiefkühlgerätes. Die Weiterverarbeitung der Rhabarberstücke erfolgt gefroren.


Rhabarberzeit: Rhabarber selbst anbauen

Rhabarber lässt sich auch mit wenig Aufwand im eigenen Garten anbauen. Das Einzige, was dabei beachtet werden muss, ist ein halbschattiger und sehr großzügig ausgelegter Standort. Denn die Pflanze braucht gut einen Quadratmeter, um sich ausbreiten zu können. Man muss lediglich auf eine regelmäßige und kräftige Wasserzufuhr achten, und kann dann bereits im nächsten Frühjahr die erste Ernte einfahren.

Mit einem einfachen Trick lässt sich auch die Rhabarberzeit verfrühen. Wenn Sie einen Eimer über die Rhabarberpflanze stülpen, diesen mit einer Lage Stroh umhüllen und einen größeren Eimer darüber stülpen. Dadurch bildet sich ein warmes Mikroklima, was die sauren Stangen zügiger reifen lässt. Um die Erntemenge zu steigern bedienen sich viele Gärtner eines einfachen Tricks. Sie brechen die Rhabarberblüte frühzeitig heraus, da die Pflanze sonst zu viel Energie in die Ausbildung der Blüten, statt den Stängeln investieren würde.

 

Bild: gaby.vogt

Rhabarber Rezepte – Ein paar Ideen

Bei der Zubereitung sind keine Grenzen gesetzt. Ob als Kompott, Konfitüre, im Kuchen oder mal herzhaft als Chutney oder Gemüsebeilage – Rhabarber eignet sich zur Verfeinerung einer Vielzahl von Speisen und Gerichten.

Bei der Zubereitung stehen viele vor der Frage, ob sie den Rhabarber süß oder sauer genießen wollen. Dabei kommt es darauf an, wofür Sie das Gemüse verwenden möchten. Denn das Fruchtfleisch des Rhabarbers ist je nach Sorte rot, grün oder rot-grün. Der Himberrhabarber zeichnet sich durch seine rote Schale und rotes Fruchtfleisch aus, er schmeckt am feinsten und süßesten, weshalb er ideal für Rhabarberkuchen ist. Man kann sich aber grundsätzlich merken, dass je grüner die Stangen sind, um so intensiver und sauerer ist ihr Geschmack. Daher schmeckt der sehr früh geerntete Rhabarber besonders sauer. Wenn man beim Kauf darauf achtet, dass die Stangen noch rot gefärbt sind, stimmt in der Regel die Balance zwischen fruchtig und sauer.

Die Rhabarberstangen müssen vor der Zubereitung gut abgewaschen und dünn geschält werden. Anschließend werden die Stielenden abgeschnitten und in mundgerechte Stück geschnitten werden. Dabei sollte aber beachtet werden, dass weder Alufolie noch andere Küchenutensilien aus Aluminium bei der Zubereitung verwendet werden. Denn durch den hohen Säuregehalt des Rhabarbers können Aluminiumbestandteile gelöst werden, was zu einer unnötig hohen Aluminiumaufnahme beim Verzehr führen kann.

Nach dem Verzehr von Rhabarber sollte man aber nicht gleich zur Zahnbürste greifen. Denn Säure weicht kurzfristig den Zahnschmelz auf, der dann beschädigt werden würde. Daher sollte man zwischen Rhabarber-Verzehr und Zähneputzen mindestens 30 Minuten Zeit lassen. Um diese etwas unangenehme Nebenwirkung zu mindern, helfen sorgfältiges Schälen der Rhabarberstangen und Blanchieren des Fruchtfleisches.

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Rhabarber schmeckt dank enthaltener Apfel-, Zitronen- und Oxalsäure fruchtig sauer und wird deshalb fälschlicherweise oft für Obst gehalten. Dabei handelt es sich bei den Stangen um eine Gemüsesorte, die als Blattstiel in den Gärten oder auf dem Feld wachsen. Die Hochsaison des Rhabarbers ist von April bis Juni. Das Gemüse wird in der deutschen Küche erst seit rund 160 Jahren verwendet und kommt ursprünglich aus China. Traditionell werden die Stangen in der deutschen Küche oft zu Kuchen oder Kompott verarbeitet, mittlerweile gibt es jedoch auch eine Vielzahl weiterer Rezepte für Rhabarber.

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Rhabarber: Die Vitaminbombe + Calcium, Eisen, Magnesium

100g des Gemüses haben nur 13 Kalorien und enthält einen hohen Anteil an Vitamin C, Calcium, Eisen, Magnesium und dem verdauungsfördernden Ballaststoff Pektin. Diese kleine Menge des Rhabarbers eignet sich ideal um die tägliche Portion von Gemüse abzudecken.
Neben den erwähnten Nährstoffen enthalten 100g Rhabarber im Durchschnitt auch etwa 450 bis 500mg Oxalsäure. Diese Säure kann in hohen Mengen giftig für den menschlichen Körper sein. Der übliche Verzehr des Gemüses ist jedoch ungefährlich.

Hier finden Sie leckere Rhabarber Rezepte: Erdbeer, Marmelade, Pudding und mehr!

Rhabarberkuchen mit Puderzucker Topping

Beispiel: (https://www.instagram.com/p/BenjC9UgVrY/?hl=de&tagged=rhabarber)

Zutaten
(für 12 Personen)

  • 175 g Butter oder Margarine
  • 150 g Zucker
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 3 Eigelb
  • 250 g Mehl
  • 0,5 Päckchen Backpulver
  • 3 -4 EL Milch

Belag

  • 3 Eiweiß
  • 200 g Zucker
  • 500 g Rhabarber
  • 1 -2 EL Mandeln gehackt
  • Puderzucker

Zubereitung

  1. Den Rhabarber waschen, schälen bzw. abziehen und in Stücke schneiden.
  2. 3 Eier aufschlagen und in Eiweiß und Eigelb trennen.
  3. Das Backblech fetten.

Für den Teig:

  1. Die Butter mit dem Zucker und Vanillezucker schaumig rühren.
  2. 3 Eigelb hinzufügen und mixen.
  3. Das Mehl mit dem Backpulver hinzufügen und mit einigen Löffeln Milch zu einem geschmeidigen Teig verrühren.
  4. Den Teig auf dem gefetteten Backblech gleichmäßig verteilen und glattstreichend.

Für den Belag:

  1.  Eiweiß steif schlagen und dabei langsam den Zucker hinzugeben.
  2. Rhabarber und Mandeln vorsichtig unter den Eischnee heben und anschließend auf dem Teig verteilen.
  3. Den Kuchen ca. 30 min bei 200° Ober/Unterhitze backen.

Nach dem Backen:

Den Kuchen mit Puderzucker bestreuen.

Rhabarberkuchen mit Pudding

Zutaten

(für 12 Personen)

Für den Teig

  • 250 g Butter oder Margarine
  • 250 g Zucker
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 4 Eier
  • 1 EL Rum
  • 400 g Mehl
  • ¾ Päckchen Backpulver

Für den Belag

  • 1 Packung Vanillepudding
  • 1 kg Rhabarber, geschält und kleingeschnitten
  • Zucker nach Geschmack und Süsse des Rhabarbers
  • 2 Packungen Tortenguss
  • Schlagsahne zum Verzieren (optional)

Zubereitung

  1. Backblech einfetten und den Backofen auf 180 C vorheizen.
  2. Butter oder Margarine mit Zucker und Vanillezucker schaumig rühren. Eier nacheinander unterrühren. Mehl und Backpulver vermengen und nach und nach einrühren. Den Rum ebenfalls unterrühren. Teig auf das vorbereitete Backblech verteilen und im vorgeheizten Backofen ca. 20-30 Minuten backen. Kuchen erkalten lassen.
  3. Vanillepudding nach der Anweisung auf der Verpackung kochen und noch warm über den kalten Kuchen verteilen.
  4. Rhabarber mit 3 EL Wasser in einen Topf geben und köcheln lassen. Dabei ständig rühren und den Rhabarber ca. 10-15 Minuten köcheln, bis er weich ist. Je nach Geschmack kann man noch Zucker hinzufügen.
  5. 2 Packungen Tortenguss nach der Packungsanweisung zubereiten und unter den Rhabarber rühren.
  6. Masse nochmal aufkochen lassen und dann heiß über den Pudding streichen und abkühlen lassen.

Erdbeer Rhabarber Marmelade

Zutaten

  • 750g Erdbeeren
  • 250g Rhabarber
  • 1TL Zitronensaft
  • 500g Gelierzucker (2:1)

Zubereitung

  1. Die Erdbeeren mit kaltem Wasser waschen und die Stiele entfernen. In einem Topf die Erdbeeren mit dem Gelierzucker und Zitronensaft mischen und pürieren. Anschließend
    die Stielansätze und Blätter des Rhabarbers abschneiden und die Haut entfernen. Der Rhabarber in kleine Stückchen schneiden und unter den Erdbeerpüree mischen.
  2. Den Erdbeerpüree mit den Rhabarberstückchen zum Kochen bringen und unter Rühren 3 Minuten kochen lassen. Anschließend direkt in Einmachgläser füllen und ersten 10 Minuten die verschraubten Gläser auf dem Kopf stehen lassen. Dann die Gläser umstellen und weiter abkühlen lassen.

Die Menge der Zutaten ergibt je nach Gläsergröße 3 – 4 Gläser Marmelade.

Rhabarbersaft

Zutaten

(Ergibt: 2 bis 2.5 l)

  • 2 kg Rhabarber
  • 180 g Zucker

Zubereitung

  1. Den Rhabarber waschen und anschließend in etwa 1 cm lange Stücke schneiden. In einem Kochtopf mit etwas Wasser und 100 g Zucker aufkochen und langsam kochen lassen, bis der Rhabarber weich ist.
  2. Über Nacht durch ein Leinentuch abseihen und am nächsten Tag den daraus entstandenen Saft noch einmal mit 80 g Zucker aufkochen. Gleichzeitig in einem großen Topf Wasser aufkochen um die Flaschen zu reinigen und zu erhitzen.
  3. Den Saft kochend heiß in die Flaschen abfüllen und sofort verschließen.

Rhabarberkuchen mit Baiser

Zutatenrhabarberkuchen mit baiser
(für 14 Stücke)
Teig und Rhabarber:

  • 800 g Rhabarber
  • 150 g Marzipanrohmasse
  • 300 g Butter, (weich)
  • 250 g Zucker
  • Salz
  • 1 Tl fein abgeriebene Bio-Zitronenschale
  • 5 Eigelb, (Kl. M)
  • 3 Eier , (Kl. M)
  • 400 g Mehl
  • 80 g Speisestärke
  • 3.5 Tl Backpulver
  • 50 g gemahlene Mandeln

Für das Baiser:

  • 5 Eiweiß, (Kl. M)
  • Salz
  • 2 Tl Zitronensaft
  • 200 g Zucker
  1. Den Rhabarber waschen, abtropfen lassen und anschließend in ca. 2,5 cm große Stücke schneiden. Marzipan grob reiben. Butter, Zucker, 1 Prise Salz und Zitronenschale mit dem Schneebesen der Küchenmaschine 10 Minuten lang rühren, bis die Masse sehr cremig ist.
  2. Die Eigelbe und ganzen Eier einzeln je 1 Minute unter die Buttermasse rühren und anschließend Mehl, Stärke und Backpulver hinzufügen. Danach auch das Marzipan und die Mandeln unterrühren.
  3. Ein tiefes Backblech (40×30 cm) mit Backpapier auslegen. Den Teig auf das Blech streichen, den Rhabarber darauf verteilen. Im vorgeheizten Backofen bei 190 Grad (Gas 2-3, Umluft 170 Grad) auf der mittleren Schiene 25-30 Minuten backen.
  4. Nach 20 Minuten für das Baiser das Eiweiß mit 2 El lauwarmem Wasser, 1 Prise Salz und Zitronensaft steif schlagen. Dabei den Zucker langsam einrühren und etwa 3 Minuten weiterschlagen, bis ein cremig-fester Eischnee entsteht.
  5. Den Kuchen kurz aus dem Backofen nehmen und den Eischnee sofort auf dem Kuchen verteilen. Anschließend den Kuchen weitere 10 Minuten backen, bis die Oberfläche hellbraun ist.
  6. Den Kuchen aus dem Backofen nehmen und auf einem Gitter abkühlen lassen. Rhabarberkuchen am besten lauwarm und mit etwas Schlagsahne servieren.

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Weitere Informationen zum Thema Rhabarber

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Passend zur Rhabarberzeit ein leckeres, gesundes und simples Rezept. Der Erdbeer-Rhabarber-Shake ist immer ein besonderer Genuss, ob auf der Arbeit, in der Uni oder als kleine Belohnung für zu Hause. Dazu Haben wir für Sie das Rezept der Woche.

Erdbeer-Rhabarber-Shake

erdbeer-rhabarber.shake

(für 2 Portionen):

– 100g Rhabarber
– 75ml Wasser
– 2 TL Honig
– 100g Erdbeeren
– 250g Joghurt
– 2TL Zucker
– 2 Blätter Minze

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